Die Bittelbronner Bühne wird zum reißenden Konzert-Fluss

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Die Zuhörer in der fast ganz gefüllten Halle wurden von der „Lyra“ Bittelbronn auf eine musikalische Reise auf die Galapagosinseln mitgenommen, sprangen „Into the Raging River“, kletterten mit den Musikern auf den „Mount Everest“ und wohnten einem wilden „Piratentanz“ bei. Zuvor stellten die Musiker der Jugendkapelle Bittelbronn/Gruol/Stetten/Weildorf/Wiesenstetten – erstmals dirigiert von Manuel Steidel – ihr Talent unter Beweis. Sie warteten mit der „Young Fanfare“ auf, betraten mit „Viva La Vida“ Pop-Rock-Terrain und verwandelten die Halle in ein „House Of Dance“. Bei der Zugabe erwiesen sie sich als die „Goldene Jugend“.

Der Musikverein Bietenhausen startete mit dem prägnanten, feierlichen „Celebrity“, das leicht pompös daher kam und mit einer schönen Melodie versehen war. Bei „La Storia“ handelt es sich um eine musikalisch gespielte, unbestimmte Geschichte. Das abwechslungsreiche Stück war mit diversen interessanten Elementen gespickt und hatte viele Breaks und Tempowechsel, aber auch schöne, getragene Passagen zu bieten.

Beim treibenden „Galapagos“ machte die Gastkapelle ebenfalls eine prima Figur, vor allem das Schlagwerk „peitschte“ die übrigen Musiker immer wieder nach vorne. Dennoch fielen hier auch auffällige Melodiefolgen ins Gewicht, und speziell die Klarinetten und Saxofone beeindruckten. So bekamen die Zuhörer musikalisch einen Eindruck von der Tierwelt und der schönen Natur der Inseln vermittelt.

Bei „James Last Golden Hits“  versprühte das Orchester jede Menge gute Laune und bei  Frank Sinatras „My Way“ hatte Tony Bächtle seinen großen Auftritt, als er mit der Trompete für ­Gänsehaut sorgte. Mit einem schwungvollen Konzertmarsch und der Zugabe „Abendrot“ verabschiedete sich die Kapelle vom Publikum.

Die „Lyra“ aus Bittelbronn nahm ihr Publikum gleich beim ersten Stück „Into The Raging River“ mit auf eine spektakuläre Wildwasserfahrt. Hierbei handelt es sich um ein Klanggemälde für sinfonische Blasorchester, und die Akteure verstanden es, die Bühne für einige Zeit in einen wilden Fluss zu verwandeln. Zunächst aber startete das Boot bei Sonnenaufgang mit einer gemütlichen Paddelfahrt, bei der die Kapelle mit diversen Effekten für Verblüffung sorgte. Dann steigerte sich die Spannung immer weiter bis hin zum Sturz über einen reißenden Wasserfall. Die Musiker überzeugten bei diesem dynamischen Stück und schufen an den entsprechenden Stellen die nötige Spannung, so dass die ganze Dramatik einer Wildwasserfahrt vermittelt wurde. Das Schlagwerk stach an einigen Stellen besonders heraus.

Kaum weniger abwechslungsreich „bestiegen“ die Musiker anschließend den „Mount Everest“, wobei im ersten Teil die Hoch­ebenen und Bergstöcke des Himalaya porträtiert wurden. Beim zweiten Thema durften sich die Zuhörer speziell vom Mount Everest verzaubern lassen, und die „Lyra“ ging musikalisch auch auf die Sherpas und den Gesang tibetanischer Mönche ein. Erneut hatte das Schlagwerk große Momente. Im dritten Teil stellten die tiefen Instrumente den Anblick des Riesengebirges dar, ehe im vierten, aufgeregten Teil wechselnde Taktarten die Überraschungen einer Bergbesteigung symbolisierten.

Bei „Symphonic Highlights From Frozen“ handelt es sich um ein dramatisches und spannungsreiches Medley mit Titeln aus dem Disneyfilm „Die Eiskönigin“ und beim „Piratentanz“ stellten die Musiker die heiteren ­Aspekte des Piratenlebens musikalisch in den Vordergrund. Das kurze, schnelle Motiv durchlief alle ­Register und wurde am Ende von der gesamten Kapelle intoniert.

Dem lässigen Marsch „Mein Regiment“ folgte noch ein besonderes Schmankerl, als die Gastgeber den Radetzky-Marsch „mal anders“ interpretierten, und zwar mit unerwarteten Passagen. Zudem war das Stück mit witzigen Details gespickt. So kamen eine Hupe, lustige Flöten und ein Claxon zum Einsatz. Den Zuhörern gefiel’s.

Treue Im Rahmen des Adventskonzerts der „Lyra“ Bittelbronn ehrte Joachim Dietrich vom Blasmusikkreisverband verdiente Musiker. So bekamen Julia Gauss (Klarinette), Matthias Kesenheimer (Horn), Bernd Pfister (Tenorhorn), Jochen Stehle (Trompete), Sarah Volm (Klarinette) und Katja Pfister (Horn) für 20-jährige aktive Tätigkeit die Ehrennadel in Silber des Blasmusikverbandes angesteckt. Ramona König wurde die Ehrung für 15-jährige Tätigkeit als Dirigentin zuteil. Sie erhielt die BDMV-Ehrennadel in Silber mit Urkunde und ein Weinpräsent des Kreisverbands. Elmar Hinger (Posaune) nahm als Dank für 15 Jahre Einsatz als Vorsitzender die Fördermedaille in Silber des Landesverbands, eine Urkunde und ein Weinpräsent mit nach Hause. Zudem durfte sich Dennis Glatz über das Juniorenleistungsabzeichen in Gold freuen.

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