Damit es in der Ehe prickelt

In Haigerloch wird nach standesamtlichen Trauungen nicht mehr mit Sekt, sondern mit dem original "Haigerlocher Hochzeitssprudel" angestoßen. Standesbeamter Andreas Beiter hatte eine besondere Idee.

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Ein hübsches Geschenk des Haigerlocher Standesamtes an frisch vermählte Brautpaare: "Haigerlocher Hochzeitssprudel". Foto: Wilfried Selinka

Bei Brautpaaren, die im Haigerlocher Standesamt die Ringe tauschen, soll es auch noch nach der Hochzeit prickeln. Nämlich genau dann, wenn sie den Schraubverschluss des "Hochzeitssprudels" öffnen, den ihnen der Standesbeamte Andreas Beiter am Ehrentag überreicht hat.

Der "Hochzeitssprudel" ist eine ganz besondere Idee, die sich der Haigerlocher Standesbeamte Andreas Beiter ausgedacht hat. Er machte sich Gedanken darüber, wie sich Brautleute noch besser an ihren schönsten Tag im Leben erinnern können. Eine Idee war schnell da: Haigerloch ist bekannt durch Mineralwasservorkommen im Eyachtal und in Bad Imnau, wo die Imnauer Mineralquellen ihren Sitz haben. Andreas Beiter nahm deshalb mit der Geschäftsleitung Kontakt auf. Er machte den Vorschlag, dass man doch anstatt der herkömmlichen Etiketten, solche auf die Sprudelflaschen kleben könnte, die einen Bezug zur standesamtlichen Trauung haben. Mit dieser Idee stieß Beiter bei den Mineralquellen auf offene Ohren und gemeinsam machte man sich an das Werk"Hochzeitssprudel".

Jetzt steht auffällig auf einem roten Querband der weiße Schriftzug "Haigerlocher Hochzeitssprudel" und darunter, kursiv und in schwungvoller Schrift, das sprudelnde Versprechen: "Damit es in Ihrer Ehe prickelt und "Zur Erinnerung an die standesamtliche Eheschließung in der Fliederstadt Haigerloch". Wie lange der Sprudel hält? Natürlich "Für immer und ewig". Beiter hatte aber auch ein Auge für die kleinen Details: Die Krone der Mineralquellen wurde durch einen Haigerlocher Barockengel ersetzt, um den sich kreisrund der Schriftzug "Standesamt Haigerloch" zieht. Das Gründungsdatum der Fürstenquelle, das Jahr 1733, wurde durch die Jahreszahl 1874 - seit diesem Zeitpunkt gibt es Standesämter in Preußen - ersetzt.

Seit Anfang des Jahres überreicht Standesbeamter Andreas Beiter und seine beiden Kolleginnen den frisch Vermählten einen Karton mit drei Flaschen "Hochzeitssprudel". Die Etiketten wurden auf 230 Flaschen geklebt. Bei rund 60 Trauungen im Jahr und drei Flaschen pro Vermählung dürfen sich also noch einige Brautpaare auf das Geschenk freuen.

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