Bürgerinitiative „Gegenwind Hohenzollern“ in Haigerloch gegründet

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Am Mittwoch wurde in Stetten die Bürgerinitiative „Gegenwind Hohenzollern“ gegründet.  Foto: 

Am Mittwoch haben sich 34 Initiatoren aus Haigerloch, Rangendingen und Hechingen in Stetten getroffen, um die nächsten Schritte zur Gründung der Bürgerinitiative „GegenwWind“ zu planen. Mittlerweile kann die Initiative einen starken Zulauf von weiteren 25 Interessenten verbuchen, so dass die Interessengruppe, die sich gegen die geplante Windkraft-Vorranggebiet im „Dreiländereck“ (Hohwacht) zwischen Haigerloch, Rangendingen und Grosselfingen richtet, seit der ersten, bereits sehr gut besuchten Informationsveranstaltung vor einer Woche im „Waldhorn“ in Hart auf 74 Personen angewachsen ist.

Das Ziel der zweiten Versammlung am Mittwoch in Stetten war die offizielle Gründung der Bürgerinitiative und die möglichst effektive Verteilung der Aufgaben. Dabei legten die Initiatoren großen Wert darauf, dass der Ausschuss mit Vertretern aus den verschiedenen Gemeinden und Ortsteilen breit aufgestellt ist und jede Stimme gleich gehört und ernst genommen wird.

Am Mittwochabend wurde eine gute Basis geschaffen. Bei den Wahlen konnte bereits der Großteil der Positionen besetzt werden. Die drei Sprecherposten der Bürgerinitiative wurden bewusst noch frei gehalten, damit diese in Zukunft mit je einem Mitglied aus Haigerloch, Rangendingen und Grosselfingen besetzt werden können. Gewählt wurden: Alexander Edele aus Stetten als Kassier, Roland Trojan aus Bittelbronn als Schriftführer, Maik Haslinger aus Gruol und Egidius Fechter aus Haigerloch als Internetbeauftragte. Für die Pressearbeit ist Alexander Siedler und für die Mitgliederbetreuung Michael Thorwart, beide aus Gruol, zuständig. Der Ausschuss besteht derzeit aus folgenden Initiatoren: Wolfgang Vötsch und Harald Kaiser aus Rangendingen, Jörg Hugendubel aus Weildorf, Wilfried Schmid aus Owingen, Willi Mesam, Claudia Horn, Erich Horn und Adolf Fechter aus Hart sowie Maria Nordwig, Leander Epple und Karl-Heinz Schneider aus Stetten.

Als nächste Aktion werden – die für die drei betroffenen Gemeinden wichtigen – Auszüge aus dem Regionalplan an alle Rathäuser der Haigerlocher Ortsteile sowie nach Grosselfingen, Hechingen-Weilheim und Rangendingen geschickt, damit die interessierten Bürgerinnen und Bürger nicht nach Mössingen, Balingen, Tübingen oder Reutlingen fahren müssen, um den Plan überhaupt einsehen zu können.

In diesen Auszügen werden auch die Bilder enthalten sein, die die Ausmaße der Windräder deutlich machen. Gerade für Grosselfingen sei dies wichtig, da es vor allem hier massive Veränderungen gegenüber der ersten Planung von 2012 gegeben habe.  Auf der Homepage der Gemeinde seien bis heute nur die alten, harmloseren Pläne abrufbar.

Bei dem Treffen in Stetten wurden auch nochmals die Bedenken der Teilnehmer gegen das Windkraftgebiet geäußert. Unter anderem werden Gefahren wegen der sich dort durchziehenden Erdbebenzone gesehen. Auch Auswirkungen auf die Gesundheit durch Infraschall, Eiswurf, Ölverschmutzung durch Getriebeöl und Nachteile für die Wirtschaft wegen Attraktivitätsverluste, negativer Einfluss auf die Natur und auf Wild- und Weidetiere sowie Wertverlust des eigenen Hauses werden befürchtet.

Da der geplante Windpark „Hohwacht“ mit seinen bis zu 15 Windrädern mit einer Höhe von über 200 Meter nicht nur von den drei Gemeinden im „Dreiländereck“aus gut einsehbar ist, war man sich einig, dass der Name der Bürgerinitiative weiter greifen müsste. Die Windräder wären für viele weitere Gemeinden in einem Umkreis von über zehn Kilometern noch gut zu sehen, was auch die Grafiken des Regionalplans deutlich ausweisen. „Gegenwind Hohenzollern“ erschien allen Versammlungsteilnehmern als treffender Name – in der Hoffnung, dass weitere betroffene Bürgerinnen und Bürger aus anderen Gemeinden dazukommen..

Demnächst wird auch die Homepage, www.gegenwind-hohenzollern.de fertiggestellt, auf der viele neue Infos und Bilder von allen Perspektiven aus auf die Windräder enthalten sein sollen. Die Bürgerinitiative wünscht sich, dass die Bürger, die im Hinblick auf die geplanten Windräder ebenfalls Bedenken haben, von ihrem Recht zur Stellungnahme Gebrauch machen und diese bis spätestens 31. Mai an den Regionalverband Neckar-Alb (Löwensteinplatz 1, 72116 Mössingen oder E-Mail: info@rvna.de) schicken.

Info Eine weitere Informationsveranstaltung soll nun zeitnah auch in Grosselfingen stattfinden. Näheres zu diesem Termin wird noch bekanntgegeben.

Meter hoch werden die Windräder im sogenannten „Dreiländereck“ in den Himmel ragen. Der Standort würde vom Regionalverband Neckar-Alb für bis zu 15 Windrädern ausgewiesen.

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