Blasmusik, lustige Spiele und Hüttengaudi bei Lyra-Sommerfest

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Eröffnet wurde das Sommerfest des Musikvereins Lyra mit einem unterhaltsamen und richtig gut besuchten Blasmusik- und Gaudi­abend am Freitag. Im Laufe des Auftritts der ersten Kapelle aus Binsdorf füllte sich das Zelt immer mehr, und die Gäste durften sich über Stücke aus verschiedenen Musikrichtungen freuen. So spielten die Binsdorfer unter anderem so ganz „Von Freund zu Freund“ eine Polka, warteten mit dem Marsch „Viribus Unitis“ auf und erwiesen sich beim Deep-Purple-Medley mit dem berühmten Hit „Smoke On The Water“ als Rock-Fans. Beim Stück „Soul Bossa Nova“ stachen Posaunen- und Trompeten-Soli hervor.

Der Musikverein aus Aixheim trumpfte gleich mit der bekannten Polka „Ein halbes Jahrhundert“ auf, und sofort klatschte das Publikum mit. Beim anschließenden zackig vorgetragenen Les Humphries-Medley erklangen unter anderem „Mama Loo“ und „Mexico“. Zudem reicherten rasante Schlagwerkeinlagen das Medley an. Ebenso peppig kam „Hello Mary Lou“ daher. Einzelne Register setzten immer wieder Akzente, und auch eine Soloeinlage war zu bewundern. Weiter träumten die Musiker aus Aixheim „Auf der Vogelwiese“ tatsächlich einen „Böhmischen Traum“ und warteten mit weiteren Gute-Laune-Stücken auf. Das Zelt machte begeistert mit. Da wollte sich der Gruoler Musikverein natürlich nicht lumpen lassen und bot ebenfalls ein abwechslungsreiches Programm. Vor allem toll gespielte Märsche und Polkas, aber auch Hüttenmusik beziehungsweise modernere Stücke begeisterten das Publikum. Zudem war das Gruoler Gesangsduo Tanja Pfister und Alexander Brendle richtig gefordert und überzeugte bei allen Liedern, wie beim „Gruoler Musikanten-Marsch“. Bei der „Polka mit Herz“ erwiesen sich die Akteure auf der Bühne als Musiker mit Herz, hier traten immer wieder einzelne Register musikalisch in den Vordergrund. Bei einem Walzer gaben die Musiker bekannt „Rot sind die Rosen“, hier wurde auf der Bühne und im Publikum kräftig geschunkelt. Bei „Von Freund zu Freund“ beeindruckten Thomas Hipp und Markus Weißenbach beim famos gespielten Intro. Später zeigten die Gruoler, dass sie „Dem Land Tirol die Treue“ halten und sangen gemeinsam mit dem Publikum einige Passagen laut und inbrünstig, ebenso wie beim „Bozener Bergsteiger Marsch“. Bei der „Slavonicka-Polka“ begaben sich gar einige Musiker ins Publikum und standen dort – gemeinsam mit einigen der Gäste - auf den Bänken, was für zusätzliche Stimmung sorgte. Höhepunkt gegen Ende war „Ciao d´Amore“, bei dem an einigen Stellen alle emotional ergreifend sangen. Wunderkerzen durften auf der Bühne natürlich nicht fehlen. Mit einer Zugabe verabschiedete sich der Musikverein Gruol von seinem begeisterten Publikum.

Über den Abend verteilt fanden immer wieder Spiele statt, an denen sich die Musiker der Kapellen beteiligten. In einem Spiel mussten je fünf Teilnehmer eines jeden Musikvereins mit Strohhalmen schnellstmöglich einen Maßkrug leeren. Bei einem weiteren Spiel galt es für jeweils zwei Frauen und zwei Männer, Spielkarten anzusaugen und mit dem Mund weiterzugeben. Beim Witze erzählen entschieden die Lautstärke und die Intensität bei der Beifallsbekundung über den Sieg. Nach diesen drei Spielen lag Aixheim vor Binsdorf und Gruol. Beim alles entscheidenden Spiel ging es für je einen Wettstreiter von einer der Kapellen darum, angefeuert von den Musikerkollegen, ein am Faden hängendes Gummibärchen nur mit dem Mund nach oben zu ziehen. Letztlich sicherte sich Gruol den Gesamtsieg.

Am Samstag stand eine Hüttengaudi auf dem Programm. Hier war der Besuch ganz okay, wobei die Veranstalter gerne noch mehr Gäste begrüßt hätten. Dafür gingen die Cocktails weg wie warme Semmeln, und die Stimmung war dank der Hits von „DJ Mario“ aus den verschiedensten Musikrichtungen prima.

Am Sonntag spielte der Musikverein Balingen ab dem Frühschoppen auf, am Nachmittag war der Musikverein Sulz für die Unterhaltung zuständig.

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