Bis zu 15 Meter in die Tiefe

Die Landesstraße L 360 ist derzeit zwischen dem Karlstal und Bad Imnau voll gesperrt, denn die Stützwände an der Eyach müssen dringend saniert werden. Im Einsatz: ein großes Drehbohrgerät.

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Das 20 Meter hohe und 76 Tonnen schwere Drehbohrgerät leistet derzeit entlang der L 360 volle Arbeit. Foto: Wilfried Selinka

Seit der Vollsperrung der Straße ist für die Sanierung der Stützwände an der Eyach ein Drehbohrgerät, das 76 Tonnen schwer und mit einem 20 Meter hohen Bohrgestänge ausgerüstet ist, im Einsatz. Die Arbeiten sind notwendig, da die beiden bisherigen Natursteinwände an diesen Stellen - beide wohl um die 100 Jahre alt - nicht mehr genügend Halt geben und teilweise schon eingestürzt, beziehungsweise von der Eyach unterspült worden sind.

Um die Landesstraße entlang des Prallhangs der Eyach dauerhaft zu sichern, muss das Drehbohrgerät zwei Bohrpfahlwände mit einer Länge von 70 und 115 Metern errichten. Das Gerät treibt rund 100 Bohrpfähle im Abstand von jeweils 3,75 Metern in die Tiefe. Diese Betonpfähle haben einen Durchmesser von 75 Zentimetern und müssen zwischen fünf und 15 Metern tief gebohrt werden, damit sie im tragfähigen Untergrund Halt haben. Vier Bohrpfähle pro Tag sind das Ziel der Bauarbeiter vor Ort.

Die Bauarbeiten kosten rund eine Million Euro. Die Vollsperrung der Straße dauert voraussichtlich noch bis mindestens 21. April. Danach wird die Straße wieder einspurig befahrbar sein.

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