Bärbel Hermann aus Hechingen zeigt ihre Bilder in der „Schwarzen Treppe“ in Haigerloch

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Bärbel Hermann aus Hechingen zeigt ihre Bilder in der „Schwarzen Treppe“ in Haigerloch. Foto: Nadine Reiband  Foto: 

Man braucht schon eine Weile, um sich in der Bilderwelt von Bärbel Hermann einzufinden und ein Auge für die Details zu entwickeln. Dann aber eröffnen sie einem eine zauberhafte Welt mit allerliebsten Momenten. Die kleinen 13 mal 18 Zentimeter großen Bilder zeigen unterschiedliche Szenen aus dem Alltag. Da stehen die Erstkommunionskinder vor der Kirche und die Fußballer kicken auf dem Fußballplatz.

Liebevoll und detailreich sind die Bilder gemalt. Spannend an den Bildern ist, dass sie nicht nur den Alltag abbilden, sondern auch die Heimat. Selbstverständlich erkennt man die Hechinger Stiftskirche vor der sich die Erstkommunionskinder aufgestellt haben. Das Glatter Wasserschloss lädt zum Verweilen ein und auch das Kloster Mariaberg und Schloss Sigmaringen. Im Rangendinger Stausee baden Kinder, vor der romanischen Weiler-Kirche in Owingen stehen die Besucher. Bärbel Hermann gelingt ein Blick auf die Heimat, der ein kindliches Erinnern erlaubt. Jahreszeiten werden abgebildet, die Schafe beweiden die Wacholderheiden rund um Haigerloch, die Kartoffeln werden im Herbst geerntet und zu Weihnachtsmarktszeiten lockt die Künstlerin nach Hechingen oder Tübingen. Haigerlochs Gassen, diverse schöne Ecken und natürlich das markante Schloss sind Motive von Bärbel Hermann.

Heiter und fröhlich war die Stimmung zur Vernissage am frühen Samstagabend. Galerist Hermann-Jospeh Speier begrüßte die Gäste und führte in die Ausstellung ein. Musikalisch wurde die Vernissage von Margarete Schon und Antje Perktold begleitet.

„Bärbel Hermann ist eine echte Sonntagsmalerin“ , sagte er zu der naiv malenden Hechinger Künstlerin. Die hohe Zeit der naiven Malerei sei längst vorbei, doch habe Bärbel Hermann, wie viele andere naive Künstler, ihre Nische gefunden.

Bärbel Hermanns Bilder lassen Assoziationen zu den sogenannten „Wimmelbüchern“ zu, aber auch, so Speier, zu Hieronymus Bosch und Pieter Brueghel, die auch Alltagsszenen dargestellt haben. Als „Bilderbuch unserer Heimat“ bezeichnete Speier die Ausstellung der Künstlerin, in der Landschaften zwischen Schwarzwald, Schwäbischer Alb, Bodensee, vom Neckar bis zur Donau, Städtebilder, Dörfer, Kirchen, Kapellen, Burgen und mehr zu sehen sind.

„Die Bilder erklären sich selbst“, sagte Speier. Es sei beabsichtigt, dass die Motive im engeren und weiteren Bereich der Heimat liegen: Das lässt die Bilder sehr nahe werden und die Ausstellung für jedermann sehenswert.

Die Ausstellung ist bis 30. Oktober zu sehen, Mittwoch bis Sonntag, 14 bis 17 Uhr. Nadine Reiband

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