Ämterwechsel im Synagogenverein

Drei Männer der ersten Stunde wurden aus dem Vorstand des Synagogenvereins verabschiedet: Helmut Gabeli, Günther Fessmann und Friedbert Tausch.

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Ämterwechsel im Synagogenverein (v. l.): Vorsitzender Klaus Schubert, Friedbert Tausch, Günther Fessmann, Schriftführerin (neu) Margarete Kollmar, Helmut Gabeli und 2. Vorsitzender (neu) Roland Hönisch. Foto: Wilfried Selinka

Etwas Wehmut herrschte bei der Hauptversammlung des Synagogenvereins: Mit dem 2. Vorsitzenden Helmut Gabeli, Schriftführer Günther Fessmann und Kassenprüfer Friedbert Tausch stellten sich drei Männer der ersten Stunde nicht mehr zur Wahl. Vorsitzender Klaus Schubert sprach zur Verabschiedung der verdienten Mitglieder Worte des Dankes und der Anerkennung.

Der Dank an Helmut Gabeli beziehe sich "auf eine ganze Epoche von annähernd 25 Jahren des Engagements". Gabeli habe sich "mit Intensität und Ausdauer einer Lebensaufgabe gewidmet". Gabeli ist seit 1989 im Gesprächskreis Ehemalige Synagoge leitend tätig, von 1989 bis 2000 in der Bürgerinitiative und seit 2000 als 2. Vorsitzender des Vereins. "Seine Fachkenntnis und Kompetenz flossen in dieser Zeit in alle Projekte unserer Initiative ein", so Schubert. Beispielhaft nannte er den Text des Gedenksteins an der ehemalige Synagoge und die Führungen und Begleitungen unzähliger Besucher im jüdischen Viertel Haag und in der ehemaligen Synagoge. Für viele, besonders für jüdische Gäste, sei er zu einem unersetzlichen Fachmann geworden, etwa wenn es um das Auffinden der früheren Häuser und der Gräber einer jüdischen Familie gehe."Beständige und mit großem Einsatz ausgeführte Forschungsarbeiten und Publikationen machen Helmut Gabeli zu einem unersetzbaren Fachmann", so Schubert weiter. Dieses profunde Wissen sei unter anderem in die Publikationen der Landeszentrale für politische Bildung, in den Verbund der "Alemannia Judaica" oder auch in das Forschungsprojekt des Ludwig-Uhland-Instituts der Uni Tübingen eingeflossen. 2010 erhielt Gabeli in Berlin den "Obermayer Award" und absolvierte 2011 eine Vortragsreise in den USA.

Helmut Gabeli sagte, dass er "trotz vieler Arbeit und Recherchen mit vollen Herzen dabei war". Er habe er "viele tolle Menschen" in der Gedenkstättenarbeit kennen gelernt und sei "reich beschenkt" worden durch die heute noch bestehenden Freundschaften mit jüdischen Familien, von denen die meisten ihre Wurzeln in Haigerloch hatten.

Günther Fessmann war seit der Vereinsgründung ununterbrochen als Schriftführer engagiert. "Außerem ein wichtiger Ratgeber und Gesprächspartner", so Schubert. Eine wichtige Stütze ist er auch als versierter Handwerker.

Friedbert Tausch war über acht Jahre Ausschussmitglied und die letzten vier Jahre Kassenprüfer des Vereins. Auf seine Idee geht die Gestaltung des Gedenksteins vor der Synagoge zurück. Noch heute dient der von ihm entworfene siebenarmige Leuchter als Logo des Vereins.

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