Mit einem Bein in der Strumpfhose

Weildorf.  Die aktiven Fußballer tauschten beim Sportlerball in Weildorf die Kickschuhe gegen Strumpfhosen ein und die Bühne wurde zur Zirkusmanege. Besuch kam auch aus dem Nachbarort Bittelbronn.

"Manege frei im Zirkus Hagastallo" hieß es am Samstagabend beim Sportlerball im Weildorfer Hagastall. Getreu dem Motto hatten sich viele Besucher als Zirkusdirektoren, Clowns, Zauberer, Dompteure oder Raubtiere verkleidet.

Da der Ball in Bittelbronn ausfiel, waren auch einige Gäste aus dem Nachbarort nach Weildorf gekommen, die für viel Stimmung sorgten.

Der SV Weildorf hatte wieder ein lustiges und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Die Begrüßung nahm "Zirkusdirektor" Harald Schädle in Reimform vor. "Heut begrüßen wir euch im Zelt, und sagen Hallo der ganzen Zirkuswelt", lautete einer seiner ersten Reime.

In Schädles Begrüßungsgedicht kamen auch Bürgermeister Heinrich Götz und Weildorfs Ortsvorsteher Markus Gauss vor, die beide beim Sportlerball nicht anwesend waren: "D´r Hoagerlocher Schultes ka leider koa Narradei mit aus treibe, er isch dahoam ge Bewerbunga schreiba. Landrat will er scheinds bald sei, no schicka mir halt da Gauss ge Hoagerloch nei."

Dorfbüttel Markus Fischer teilte in Sachen Guggenmusik mit, dass Auftritte nur noch zwischen 19 und 21 Uhr angenommen würden, da die Musiker danach nicht mehr fähig seien zu spielen, und dass die Gage nur noch in Form von Getränkemarken entgegengenommen würde.

Bezüglich der Spielgemeinschaft (SG) gab er bekannt, dass die Spieler der zweiten Mannschaft mindestens drei bis zehn Kilo Übergewicht haben sollten.

Überraschungsgast Carola Stocker kommentierte den sehr kurzen Weildorfer Umzug und war der Meinung, dass die von ihr vorgeschlagene Umzugsordnung Abhilfe schaffen könnte. Bezüglich des Weildorfer Kirchenchors mutmaßte sie, dass es deshalb immer mehr Sängerinnen in Weildorf gebe, weil dort ein attraktiver Dirigent aus Gruol den Taktstock schwingt.

Zum Abschluss ihres Auftritts überreichte sie Harald Schädle einen kleinen Ball für seinen Sohn in der Hoffnung, dass aus ihm einmal ein guter Fußballer wird, denn, man wolle doch mit der SG irgendwann einmal wieder gegen den SV Stetten gewinnen, sagte Carola Stocker.

Danach enterten "Die Zwee vom Starzeltal" die Bühne. Die lustigen Tramps starteten mit einem Mini-Märchen und einem kurzen Honecker-Gedicht: "Wer reitet so spät durch Kraut und Rüben, es ist der Erich, er will nach drüben."

Auch mit Weisheiten warteten sie auf: "Fällt im Stall die Heizung aus, kommt die Milch in Würfeln raus." Zudem sorgten sie mit diversen Liedern für Stimmung im Saal, und schossen immer wieder lustige Sprüche oder kurze Witze aus der Hüfte: Ein HNO-Arzt macht eine anscheinend schwerhörige Frau darauf aufmerksam, dass sie einen Tampon im Ohr hat: Darauf antwortet sie: "Jetzt weiß ich wieder, wo ich mein Hörgerät hingetan habe." In einigen Fällen bekamen auch die Bittelbronner ihr Fett weg.

Amüsant war auch der tänzerische Auftritt des schwarz-weißen Strumpfhosen-Balletts. Die aktiven Fußballer schlüpften in schwarze und weiße Strumpfhosen, wobei immer ein Bein im Strumpfbein des Nebenmanns steckte. So entstand eine erheiternde Choreographie.

Für die weitere Unterhaltung beim Sportlerball sorgten die "Weildorfer Notenquäler" und die Guggenmusik "Schnorchelhuaschter" aus Hechingen.


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Autor: MAX BÄURLE | 07.02.2012

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