Juden aus den USA unterstützen Arbeit des Synagogenvereins

Die Arbeit des Gesprächskreises Ehemalige Synagoge wird von aus Haigerloch stammenden jüdischen Familien in den USA wohlwollend begleitet.

WILFRIED SELINKA |

Der 2. Vorsitzende des Synagogenvereins, Helmut Gabeli, ist von einem 14-tägigen USA-Aufenhalt zurückgekehrt. "Überwältigt bin ich von der dortigen Gastfreundschaft und Freundlichkeit, mit der ich zusammen mit meiner Frau Brigitte in jüdischen Familien aufgenommen wurde. Die Familien haben alle ihre Wurzeln in Haigerloch", so Gabeli in einem Gespräch mit der HZ.

Höhepunkt des beeindruckenden Aufenthalts des Ehepaares Gabeli in den USA war ein Gastvortrag durch Helmut Gabeli in der mit über 200 jüdischen und christlichen Personen gefüllten Synagoge in Woodstock. Dabei erläuterte der profunde Kenner der jüdischen Geschichte Haigerlochs auf englisch das Zusammenleben von Juden und Christen in Haigerloch vor und während der Nazi-Herrschaft. Besonders ging er auf den seit über 20 Jahren bestehenden Haigerlocher Gesprächskreis ein, der sich im November 2000 als gemeinnütziger Verein gründete.

Bereits 1999 war es dem Gesprächskreis gelungen, mit großzügigen Spenden der Stadt einen ansehnlichen Betrag zum Ankauf des ehemaligen Synagogengebäudes aus Privathand zur Verfügung zu stellen. Nach umfangreicher Restauration wurde 2004 in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte in der ehemaligen Synagoge die Dauerausstellung "Spurensicherung: Jüdisches Leben in Hohenzollern" eingerichtet. Diese Ausstellung wird seit dieser Zeit durch den Gesprächskreis betreut. Besuchergruppen werden durch die Ausstellung geführt und Führungen im jüdischen Wohnviertel Haag und auf dem Judenfriedhof angeboten.

Helmut Gabeli ist es im Sinne des Vereins auch ein stetes Anliegen, ehemalige jüdische Mitbürger bei ihren Besuchen in Haigerloch zu begleiten. Seit der Wiederherstellung des Synagogengebäudes als Ausstellungsraum - zur Eröffnung der Dauerausstellung war eine größere Abordnung ehemaliger jüdischer Mitbürger aus den USA und Israel angereist - bestehen zu Helmut Gabeli und weiteren Vorstandsmitgliedern des Vereins freundschaftliche Beziehungen. Laut Gabeli sind die früheren jüdischen Mitbürgern und ihre Nachkommen stets an den Geschehnissen in ihrer früheren Heimatstadt interessiert. So gaben Henry Schwab, Herbert und Nanci Kaufmann, Carol Super und David, Tom und Kim Wolf, Felize Povile und Geary sowie Henry und Florette Weill Helmut Gabeli einen Scheck von über 1000 US-Dollar für die Arbeit des Synagogenvereins mit nach Haigerloch. Diesen Scheck überbrachte Gabeli nach seiner Rückkehr dem 1. Vorsitzenden Klaus Schubert.

Bei zahlreichen Begegnungen haben Helmut Gabeli und seine Ehefrau vor allem mit den Familien in New York alte Freundschaften neu belebt und neue Bekanntschaften geschlossen. Eine besondere Ehre für die Beiden war eine Privatführung durch den Chefrabbiner in der Synagoge in Manhattan, der größten Synagoge der Welt.

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