Clown Renate sagt Adieu

Haigerloch.  Ein Fasnetsoriginal nimmt Abschied: Nach 25 Jahren läuft der Auselige in Haigerloch erstmals ohne Renate Burgert ab. Als Clown hat sie den Stadtoberen Jahr für Jahr die Leviten gelesen.

Jedes Jahr am Auseligen Donnerstag war Clown Renate (Renate Burgert) im Städtle unterwegs. Sie besuchte dabei Behörden, Banken, das Altenpflegeheim, die Lokalitäten, die Kinderfasnet und nicht zuletzt bereits morgens das Haigerlocher Rathaus zusammen mit den Dominos und Narrenräten.

Der "Rathaussturm" war ihr immer besonders wichtig, um das Lokalgeschehen in närrischen Versen zu kommentieren und den Bürgermeister und seine Beamten entsprechend zu verkleiden. Dies hat ihr nach eigenem Bekunden immer ein besonderes Vergnügen bereitet. Renate Burgerts Ideenreichtum war unerschöpflich. Einmal verkleidete sie die Amtsherren als Römer, dann wieder als Scheichs oder Mexikaner, das nächste Jahr dann als Feuerwehrleute. Auch in Samurais, Vogelscheuchen oder die Fußball-Nationalmannschaft hat sie die Rathausbelegschaft verwandelt.

Sie nahm aber auch die Nutzung des Brauereigeländes als Wildwest-Stadt oder als venezianischen Palast mit Gondoliere auf der Eyach, Haigerloch als Weinstadt oder als Schulstadt auf die Schippe.

Nun hat Clown Renate in einem Brief an Bürgermeister Heinrich Götz und die Bediensteten des Rathauses mitgeteilt, dass sie nach 25 Jahren Clownerie nach dem allseits bekannten Motto: "Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören" ab dem diesjährigen Auseligen nicht mehr ins Clownhäs schlüpfen wird und bedankt sich gleichzeitig für die stets freundliche Aufnahme im Bürger- und Rathaus.


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Autor: WILFRIED SELINKA | 10.02.2012

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