Alles Gute "Löwenzahn"

Stetten.  Für die Kinder mit ihren Angehörigen gab es am Sonntag zum 30. Geburtstag der Kindertagesstätte "Löwenzahn" ein frohes Fest und für die Leiterin mit ihrem Team viele Worte des Dankes und der Anerkennung.

Groß war die Zahl der Besucher, die ins Pfarrtal nach Stetten zur Feier des 30. Geburtstages der integrativen Kindertagesstätte "Löwenzahn" gekommen waren. Unter den Gästen waren Vertreter der Schulen, der Kindergärten, des Stadt- und des Ortschaftsrates.

"Wir sind die Kinder von der Kita Löwenzahn. Wir haben hier ganz viel Spaß. Wir haben Freunde und spielen den ganzen Tag, ja das ist das was uns gefällt", sangen die Kinder zur Begrüßung. In Vertretung von Landrat Günther-Martin Pauli, MdL, dem Vorsitzenden der Körperbehindertenförderung Neckar-Alb, überbrachte Sozialdezernent Eberhard Wiget vom Landratsamt die Glückwünsche. Er begrüßte die frühere Leiterin Eva Schneider, die die Einrichtung 25 Jahre leitete. An ihre Nachfolgerin Elisabeth Pfeffer-Döttling überreichte er einen Blumenstrauß und für die Kinder übergab er eine "Ritterburg Regenbogenland" als Geschenk.

In seiner Ansprache spannte Eberhard Wiget den Bogen von der Entstehung des früheren Sprachheilkindergartens bis zur heutigen Kindertagesstätte "Löwenzahn" für körperlich, geistig oder sprachlich behinderte Kinder. Vor allem die integrativen, altersgemischten Einrichtungen seien wichtige Bausteine im Konzept der Körperbehindertenförderung. In integrativen KbF-Häusern werden derzeit 250 Kinder betreut, von denen ein Drittel nicht behindert sind. In Stetten würden derzeit 40 Kinder in drei Gruppen betreut, wobei in der "Bärengruppe" drei behinderte Kinder zusammen mit sechs nicht behinderten Kindern zusammen sind. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Haigerloch, so Wiget, sei seit 30 Jahren gut und vertrauensvoll.

Bürgermeister Heinrich Götz schloss sich diesen guten Wünschen an. Das Wort "Behinderung" werde oft abwertend verwendet, so Götz. Aber es seien einfach nur liebenswerte junge Menschen, die in der Kita "Löwenzahn" die für sie beste Betreuung erfahren. Dazu gehören der Fahrdienst, das Mittagessen, der Mittagsschlaf sowie das Spielen, Lernen und Leben in der Gruppe. Götz zollte den Erzieherinnen und den Eltern Anerkennung für ihre Leistungen.

Dann traten die Kinder sebst ins Rampenlicht - mit ihrem "Ritterspiel" um Prinzessin Kunigunde, Ritter Johannes von Löwenzahn und den Drachen. Couragiert wurde in Spiel, Wort und Gesang dargestellt, wie Ritter Johannes den Drachen mit dem Schwert besiegt und die eingeschlossene Prinzessin aus ihrem Schloss befreit. Diesen Sieg feierten alle Kinder gemeinsam mit einem Tüchertanz.

Gerade als sich dann Kita-Leiterin Elisabeth Pfeffer-Döttling bei den Gästen, ihrem Team und allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten, bedanken wollte, setzte geftiger Gewitterregen ein. Schnell leerte sich der Hof des Kindergartens und die Besucher strömten nach Innen, wo Erfrischungen, Kaffee und Kuchen serviert wurden.

Nachdem der Regen aufgehört hatte, konnten die Spiel-und Bastelangebote für die Kinder zum Thema "Mittelalter" fortgesetzt werden, während sich die Erwachsen beim Tag der offenen Tür über die Einrichtung informierten. Leiterin Elisabeth Pfeffer-Döttling zeigte sich mit dem Verlauf der Geburtstagsfeier mehr als zufrieden.


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Autor: WILFRIED SELINKA | 24.05.2011

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