13 Bewerber kämpfen um Einzug ins Empfinger Rathaus

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  • Mit ungewöhnlichen Mitteln hat Empfingen um Bürgermeisterkandidaten geworben. Die Aktionen, unter anderem ein YouTube-Video und Riesenplakate an der A 81, brachten der 4000-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Freudenstadt einen ordentlichen Medienrummel ein. 1/2
    Mit ungewöhnlichen Mitteln hat Empfingen um Bürgermeisterkandidaten geworben. Die Aktionen, unter anderem ein YouTube-Video und Riesenplakate an der A 81, brachten der 4000-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Freudenstadt einen ordentlichen Medienrummel ein. Foto: 
  • Seine Amtszeit endet am 31. Dezember: Bürgermeister Albert Schindler. 2/2
    Seine Amtszeit endet am 31. Dezember: Bürgermeister Albert Schindler. Foto: 
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Die Bürgerinnen und Bürger Haigerlochs Nachbargemeinde Empfingen haben die Qual der Wahl. Nicht weniger als 13 Bewerber treten bei der Bürgermeisterwahl an. Mit ungewöhnlichen Webeaktionen, die im Sommer hohe Medien-Wellen schlugen, hatte sich die 4000-Einwohner-Gemeinde auf Kandidatensuche gemacht. Unter anderem wurde mit einem Video auf YouTube und einem großen Banner an der A 81 nach einem neuen Schultes gesucht.

Bürgermeister Albert Schindler, seit 1986 im Amt 2010 zum dritten Mal wiedergewählt, weiß gar nicht, was er davon halten soll. „Mal sehen, ob man sich damit einen Gefallen getan hat“, kommentiert er die zweistellige Bewerberzahl. Schindlers Amtszeit endet am 31. Dezember 2017 vorzeitig aus Altersgründen.

Die Riege der Kandidaten wurde erst kurz vor Bewerbungsschluss auf 13 erhöht. Als letzte haben Empfingens Fußball-Trainer Oliver Brose und Unternehmensberater Georg Theunissen ihren Hut in den Ring geworfen.

Georg Theunissen ist 50 Jahre alt, zweifacher Familienvater und lebt in Ihlingen. Dort ist er Kirchenge­meinderat und spielt auch mal den Nikolaus im Advent. Theunis­sen ist Gründer und Inhaber einer Horber Unter­nehmensberatungs­firma.

Oliver Brose hat sich ebenfalls kurz vor dem „Schlusspfiff“ beworben. Seine Kandidatur gilt in Empfingen als kleine Sensation. Der 42-Jährige trainiert seit knapp einem Jahr die Bezirksliga­mannschaft der SG Empfingen. Vor 13 Jahren hat er selbst im Ort aktiv Fußball ge­spielt, obwohl er in Tuttlingen lebt und dort als Finanzdienstleister arbeitet.

Die weiteren Bewerber:

Ferdinand Truffner hat am 17. Juli als Erster seine Bewerbungsunter­lagen abgegeben. Truffner ist 28 Jahre alt, verheiratet und in Bie­ringen aufgewachsen. Er hat Ver­waltungswissenschaften studiert und ein CDU-Parteibuch. Vier Jah­re lang saß er im Rottenburger Gemeinderat. Seit November ist er hauptamtlicher Ortsvorsteher von Nabern, einem Stadtteil von Kirchheim unter Teck.

Christian Nonner ist 46 Jahre alt, geschieden und Vater zweier Kin­der. Er lebt in Welzheim. Nonner hat als Paketfahrer gearbeitet, ist davon aber freigestellt. Bereits im März dieses Jahres hat er sich in Haslach als Bürgermeister bewor­ben, dort bekam er 0,9 Prozent der Stimmen.

Dagmar Borrmann lebt in Wuppertal. Die 51-Jährige ist Maschinistin für Wärmekraftanlagen, Bürokauffrau, Finanzfachberaterin und aktuell Hausfrau. Sie hat einen Sohn und außerdem eine Schwester in Waldachtal.

Eugenia Jung kam 1994 als Spätaus­siedlerin nach Empfingen. Sie wohnt wieder im Ort, zwischen­zeitlich lebte sie in Münsingen. Die gebürtige Kasachin ist 38, verheiratet und hat zwei Kinder. Jung ist ausgebildete Sozial­ver­sicherungs­­fachangestellte und Diplom-Mathematikerin. Derzeit arbeitet sie bei einer Krankenversicherung in Stuttgart.

Michael Schneck wohnt in Haigerloch, ist verheiratet und hat fünf Kinder. Der 50-Jährige ist gelernter Betonfertigteilbauer und staatlich geprüfter Bautechniker. Zur Zeit arbeitet er als Lokführer bei der Deutschen Bahn.

Siegfried Hailer, 48, ledig, kommt aus Blaubeuren. Er ist als Fachwirt für Organisation und Führung im Sozialwesen tätig: Hailer arbeitet bei einer baden-württembergi­schen Einrichtung für Menschen mit Behinderung und psychischen Krankheiten. Im vergangenen Jahr war Sailer bereits Bürgermeister­kandidat in Oberstadion im Alb-Donau-Kreis, dort hat es nicht geklappt mit dem Wahlsieg.

Dietmar Hoppe stammt aus Stuttgart, lebt mit seiner Ehefrau den beiden Kindern aber seit 2005 in Dommelsberg. Hoppe ist 51, Polizeibeamter auf dem Revier Herrenberg. Bürgermeister möchte er werden, weil er sich mehr den Bürgern widmen möchte.

Nicole Walter hat 1985 und 1986 in Empfingen gelebt, ihre Eltern arbeiteten dort. Inzwischen ist die 46-Jährige Assistentin der Geschäftsführung eines Unternehmens in Balingen, dort wohnt sie derzeit auch. Walter ist Wirtschaftskorrespondentin und Betriebswirtin, hat zwei Söhne und ist alleinerziehend.

Uwe Herbst, 57, zwei Kinder, getrennt lebend, sucht eine Alternative zu seinem Beruf als Kaufmann im Bereich Siebdruck. Die Branche sei nämlich von der Digitalisierung schwer geplagt, sagt der Wahl-Schorndorfer, der lange in Böblingen lebte.

Horst Streitmatter ist 46 Jahre alte, geschieden und hat zwei Kinder. Streitmatter stammt aus Neumarkt in der Oberpfalz, lebt aber seit 2008 in Oberndorf. Der Kraftverkehrsmeister leitet verschiedene Fahrschulen. Davor war er 14 Jahre lang Ausbilder bei der Bundeswehr, zuletzt als Hauptfeldwebel.

Angelika Stockinger kümmert sich als gelernte Krankenschwester und selbstständige Gesundheitspädagogin um die Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter von kleineren und mittleren Betrieben. Sie ist 56, gebürtige Stuttgarterin, verheiratet, hat eine Tochter und lebt in Pliezhausen. Stockinger engagiert sich in der Initiative „Offensive Mittelstand“.

Nicht zugelassen zur Wahl wurde Andreas Rapp, obwohl er schon vor längerer Zeit seine Bewerbung abgegeben hat. Die Unterlagen sind allerdings bis zum Fristende unvollstän­dig geblieben sind.

Oktober ist der Tag der Kandidatenkür. Dann werden sich die 13 Bewerber in Empfingen der Öffentlichkeit vorstellen. Die Bürgermeisterwahl selbst ist am Sonntag, 15. Oktober. 

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