Zerrissene T-Shirts im EM-Spiel: Wolfgang Grupp verteidigt den Mitbewerber

Warum rissen sieben Spielerhemden bei der EM-Begegnung Schweiz gegen Frankreich? Die HZ befragte den Experten Wolfgang Grupp.

|
Vorherige Inhalte
  • Ratsch, da war das Puma-TShirt entzwei. Auch Granit Xhaka zeigte beim EM-Spiel Schweiz-Frankreich nackte Haut. Wär's mit Trigema-Ware nicht passiert? 1/2
    Ratsch, da war das Puma-TShirt entzwei. Auch Granit Xhaka zeigte beim EM-Spiel Schweiz-Frankreich nackte Haut. Wär's mit Trigema-Ware nicht passiert? Foto: 
  • Wolfgang Grupp, Firmenchef von Trigema. 2/2
    Wolfgang Grupp, Firmenchef von Trigema. Foto: 
Nächste Inhalte

Sieben T-Shirts gingen beim EM-Spiel Schweiz - Frankreich am Sonntag in Fetzen, der Hersteller Puma, der die schweizer Nationalelf mit Trikots ausstattet, steht nun am Pranger.

Von daher wäre es ja durchaus vorstellbar, dass sich die Firmenkonkurrenz jetzt ins Fäustchen lacht - und auf Aufträge aus Bern hofft.

Einer, der nicht in dieses Lager gehört, ist Wolfgang Grupp, Inhaber und Geschäftsführer der Burladinger Firma Trigema. Die HZ befragte den deutschlandgrößten Hersteller von T-Shirts gestern zu seiner Expertenmeinung, doch Grupp gab sich eher zurückhaltend. Er habe das Spiel nur teilweise gesehen, sagte er, und die entsprechenden Szenen überhaupt nicht.

Er könne sich jedoch nicht vorstellen, nein, es sei im Grunde gar nicht denkbar, dass Puma die schweizerische Elf mit einer minderwertigen Qualität ausgestattet habe. Bei einem Großereignis wie der EM gehe es um Prestige und viel Geld. Die Firmenleitung von Puma werde zu so einem Anlass auf keinen Fall dünne Hemdchen "der untersten Charge" liefern, die in einem Drittweltland produziert wurden. "Die geben sich doch die Blöße nicht", meinte Grupp überzeugt. Eher wahrscheinlich handle es sich bei den T-Shirts sogar um hochwertige Sonderanfertigungen. Warum die Hemden dann trotzdem in Fetzen gingen? Vermutlich, spekulierte Grupp, weil einfach zu große Kräfte eingewirkt hätten. Wenn man genügend zerre und reiße, gehe irgendwann selbst die beste Qualität enzwei. Man könne ja auch nicht mit einem Mercedes mit 160 Stundenkilometern gegen einen Baum fahren und sich anschließend wundern, wenn er verbogen sei. Häme sei da absolut unangebracht.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Hechinger Mordprozess: Angst vor der Vendetta

Im Prozess um den Hechinger „Mord im Mafia-Stil“ soll am Mittwoch, 18. Oktober, das Urteil gesprochen werden. Zwischen lebenslanger Haft und Freispruch ist alles möglich. weiter lesen