Vom Leben der Altvorderen

Wie lebten die Menschen vor 100 Jahren auf der rauen Alb? Das war am Tag des offenen Denkmals im Melchinger Dorfmuseum zu besichtigen. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit und schauten sich um.

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Museumsführer Wilhelm Maichle (rechts) erläutert Besuchern, wie ein Webstuhl funktioniert.  Foto: 

Zum Tag des offenen Denkmals wurde in Melchingen das Dorfmuseum geöffnet. Die Mitglieder des Liederkranzes Melchingen, die sich liebevoll um das Museum kümmern, hatten alle Hände voll zu tun, schließlich war Töpfermarkt-Wochenende und der Andrang entsprechend groß.

Zwei Tage lang hatte das Museum seine Pforten geöffnet, und es wurden kostenlose Führungen angeboten. Speziell viele auswärtige Marktbesucher ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen und besichtigten das Kleinod in der Melchinger Dorfmitte.

Die Museumsführer Wilhelm Maichle, Johann Ott und Ulrike Schäfer wurden von Robert Emele und Martin Schmid unterstützt, damit der große Andrang bewältigt werden konnte.

Eindrucksvoll veranschautlichen die Museumsführer ihren Gästen, wie sich das Leben vor gut 100 Jahren auf der rauen Alb darstellte, mit welchen einfachen Gerätschaften die Bewohner ihr Leben meistern mussten und wie kärglich ihr Haushalt ausgestattet war. Besonders die beiden älteren Führer, Wilhelm Maichle und Johann Ott, kennen die einzelnen Geräte noch sehr gut und wissen genau, wozu sie eingesetzt wurden und wie sie funktionieren. In der Küche, in der Werkstatt, im Stall oder in der Scheune und im Wohnbereich des Hauses - überall sah man erstaunte Besucher.

Die Museumsführer wussten auch noch so manche Anekdote von der letzten Hausbewohnerin Sofie zu erzählen. Kommentar einer Besucherin aus Reutlingen: "Den beiden könnte man stundenlang zuhören."

Vor dem Museum zeigte Ulrike Schäfer, wie auf dem Spinnrad Alpakawolle gesponnen wird. Mit Flachspflanzen spannte sie einen Bogen zum Webstuhl und erklärte, wie der im Haus ausgestellte Webstuhl funktionert.

Wer nach dieser anschaulichen Führung Hunger und Durst verspürte, konnte sich mit Schmalzbrot und Most stärken. Als besondere Spezialität wurde von den Mitgliedern des Liederkranzes ein schwäbischer Tequila angeboten.

Es war ein besonderes Anliegen von Ulrike Schäfer, dass die Führungen von Wilhelm Maichle und Johann Ott filmisch dokumentiert werden. Die Aufzeichnungen hat Andreas Hirlinger übernommen.

Der so entstandene Film wird am Mittwoch, 15.Oktober, im Gasthaus "Lauchertquelle" gezeigt.

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