Vollsperrung in Killer treibt immer merkwürdigere Blüten

Weiterhin versuchen Autofahrer, durch die voll gesperrte innerörtliche B-32-Baustellen-Umgehung in Killer zu kommen. Aber es geht noch kurioser.

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Wir wiederholen: Die B 32 in Killer ist wegen Bauarbeiten voll gesperrt, wochenlang umgingen Autofahrer die Sperrung, indem sie über die Killermer Kirchweilerstraße und die Unterdorfstraße fuhren - verbotenerweise, denn das Befahren war eigentlich nur den Anwohnern vorbehalten.

Aber nachdem in der Unterdorfstraße sogar eine Ampel aufgestellt wurde, fühlten sich Fahrer aller Herren Länder vollends eingeladen, die "Abkürzung" zu nehmen, statt, wie befohlen, der Umleitung über Ringingen zu folgen.

Am Donnerstag wurde die Kirchweilerstraße abgeriegelt, nachdem dort Baustellenarbeiten stattfinden. Doch noch immer fahren Autos vor und schauen erstaunte Gesichter aus den Fenstern, die feststellen: Hier geht ja wirklich nichts mehr! Also heißt es wenden und brav die Umleitung nehmen.

Doch das Umleitungsproblem soll, so versichern absolut glaubwürdige Zeugen, noch viel buntere Blüten treiben. Wie es heißt, wird die ehemalige Waldumleitungsstrecke zwischen Starzeln und Jungingen dieser Tage eifrigst befahren. Doch es sollen auch welche, denen der Weg über Ringingen zu lang ist, den Wiesenweg einschlagen, der vom Starzelner Hochbehälter unterhalb des Waldes nach Killer führt. Weiter soll es Leute geben, die in der Gegend des Friedhofs einen Weg von Killer nach Starzeln suchen. Der existiert zwar tatsächlich, Fremde laufen allerdings Gefahr, sich heillos zu verirren.

Absolut kurios, was der Starzelner Ortschaftsrat Ottmar Kuster der HZ berichtete. Er habe einen Mann beobachtet, der in Starzeln die Abschrankung auf der B 32 beiseite schob, dann mit seinem Wagen durchfuhr und die Schranke brav wieder an ihren Platz rückte. Was er da tue, habe Kuster den Fremden angesprochen? Er müsse hier durch, habe der andere freundlich und unschuldig geantwortet. Kuster machte ihm klar, dass ein paar Hundert Meter weiter nichts als "ein Riesenloch in der Straße" auf ihn warte. Er könne da nicht durch! Ob sich der Mann davon selbst überzeugt hat oder ihm gleich glaubte, hat Kuster nicht berichtet. Durchgekommen ist der Fremde aber auf keinen Fall.

In Ringingen und in Killer stehen inzwischen an der Kreisstraße Geschwindigkeitsschilder. Am Ortsausgang sind 70 Kilometer geboten, auf der weiteren Strecke stellenweise 50. Eine gute Maßnahme angesichts des Aufkommens und Rowdytums auf der Umleitungsstrecke. Wenn man auch nicht jedem Fahrer Rücksichtslosigkeit nachsagen darf, sondern teils Unkenntnis der Strecke mitspielen dürfte - es kommt eben doch zu vielen gefährlichen Situationen. Und Unfällen. Ach ja, eingehalten wird das Tempo-Limit natürlich nicht so sonderlich.

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