Viele gute Wünsche beim Jubiläum der Burladinger Sozialstation

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Die Feier zum 40-jährigen Jubiläum der Sozialstation St. Franziskus begann mit einem bewegenden Gottesdienst in der Burladinger Fideliskirche. Im Altarraum versammelt waren Monsignore Bernhard Appel, der Direktor des Caritasverbandes der Erzdiözese Freiburg, die Pfarrer Edwin Höll, Franz Gluitz, Gunter Storz und der Hausherr Pfarrer Konrad Bueb.

Umrahmt wurde die Feier vom Kirchenchor Ringingen unter Martin Metz und der Seniorenkapelle Melchingen.

Wie der Vorsitzende der Station, Jakob Nadler, beim anschließenden Festakt sagte, sei eine andere Lösung als die Gründung einer Sozialstation seinerzeit in Burladingen nicht denkbar gewesen, weil die Ordensschwestern, die sich bis dato um den Sozialdienst gekümmert hatten, immer älter wurden. Zudem zeichnete sich damals der grundlegende Strukturwandel in der Alten- und Krankenpflege ab.

Edwin Höll als Pfarrer, Peter Höhnle als Bürgermeister und Regionaldekan Franz Gluitz waren damals maßgeblich verantwortlich, dass die Sozialstation aus der Taufe gehoben wurde, so Nadler. Er schmunzelte: „1977 hat der Heilige Geist diese drei Herren am richtigen Ort und zur richtigen Zeit zur Gründung zusammengeführt.“

Die Geschäftsstelle wurde in der ehemaligen Lehrerwohnung bei der Burladinger Georgskirche eingerichtet – und zwar mietfrei. Später entschloss man sich zu einem Neubau in der Josengasse. Dort ist heute die Geschäftsstelle untergebracht, findet aber auch Pflege statt. Auch der Dienst „Essen auf Rädern“ wird angeboten.

„Die Zahl der Hausbesuche der Schwestern beträgt um die 5000 im Monat, an Werktagen 200 und an Wochenende 150“, betonte Nadler. Auch die Seniorenstube werde überdurchschnittlich gut angenommen. „Sie sehen“, so Jakob Nadler, „wir strengen uns mit unseren Angeboten an, damit die Kranken und Hilfsbedürftigen im Stadtgebiet möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben können.“

„Mit Gottes Hilfe“, so Nadler, werde es auch in Zukunft gelingen, das notwendige Personal für die Station zu finden. Nur so sei es möglich, dass die gemeinnützige Arbeit in Vereinsform  weitergeführt werden kann.

Kompetente Beratung, aktive  Hilfe und Ansprechpartner vor Ort seien aus Erfahrung heraus wichtig für die Pflege im ländlichen Raum – gerade hier in Burladingen, betonte der Vorsitzende. Er warnte, es sei ein Trugschluss, dass alles besser werde, wenn man die gesamte Alten- und Krankenpflege privatisiere oder zentralisiere.

Nadler dankte zum Schluss all jenen, die die Sozialstation St. Franziskus Burladingen unterstützt haben und noch unterstützen.

Zum 40-jährigen Jubiläum gratulierte auch die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz. Die CDU-Politikerin ging auf die Pflegestärkungsgesetze und ihre Bedeutung für die ambulante Pflege ein. Deutlich brachte sie dabei ihre Verbundenheit und große Wertschätzung mit der Station zum Ausdruck.

Auch Landrat Günther-Martin Pauli reihte sich in die Gratulantenschar ein. Die Sozialstation bezeichnete er als „ein starkes Stück Burladingen“ und ebenso als ein „starkes Stück Zollernalbkreis“. Hausherr Pfarrer Konrad Bueb erinnerte daran, dass mit Jakob Nadler ein Vorsitzender an der Spitze stehe, der mit Herzblut die Geschäfte führe. Auch er sprach unter dem Beifall der Anwesenden seine Glückwünsche aus. Vom Förderverein Seniorenzentrum gratulierte Vorsitzender Friedemann Mutschler, der auch im Namen und Auftrag der Gemeinderatsfraktionen Freie Wähler und CDU Glückwünsche übermittelte. Die Stadt selbst hatte keinen Vertreter entsandt.

Er freute sich, Jakob Nadler eine Spende von 2000 Euro für die Seniorenstube der Station übergeben zu können. Mutschler wünschte weiterhin Erfolg und Freude.

Mit einem Stehempfang vor der Fideliskirche endete offiziell ein bewegender Tag für die Sozialstation St. Franziskus. Bewegend mögen aber auch noch die anschließenden Gespräche gewesen sein, unter Menschen, die bei der – nun zeitlich so fern liegenden Gründung oder auch bei späteren wichtigen Ereignissen der Station – dabei waren.

5600 Hausbesuche absolviert die Sozialstation St. Franziskus durchschnittlich im Monat bei rund 230 Patienten. Sie verfügt über 75 Mitarbeiter.

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