VEREINE VERGESSEN DIE SENIOREN NICHT

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    Gerne stimmten die TSV-Senioren in die Adventslieder mit ein. Foto: Eugen Leibold
  • Frank Schroft dirigierte die Jugendkapelle in den beiden Seniorenheimen. Privatbild 2/2
    Frank Schroft dirigierte die Jugendkapelle in den beiden Seniorenheimen. Privatbild
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Wieder in Jeanshosen

Burladingen - Rund 40 Gäste kamen zum TSV-Seniorennachmittag ins Burladinger Gasthaus "Hirsch". Vorsitzender Hans-Ignaz Dieter begrüßte sie. Zunächst sang man Adventslieder, am Keyboard begleitete Caroline Barth. Der Vorsitzende verlas anschließend eine besinnliche Geschichte, ehe er gemeinsam mit seiner Vorstandskollegin Dörte Conradi das Jubiläumsjahr in Lichtbildern Revue passieren ließ. Nach weiteren Liedern gingen Udo Bartsch und Hubert Pfister auf den Monat November ein. Der eine lobte ihn in Reimform, schwärmte von "Nebelkissen und Kastanien"; der andere hieß ihn verdrießlich dreinblickend einen "schwarzen Monat" und zog über Halloween her. Es folgten nochmals Lieder, ehe Maria Kanz schwäbische Gedichte vortrug. Schließlich kam der Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht (Hubert Pfister und Bernhard Schmid). Der Heilige anerkannte, dass die Senioren als begeisterte Sportler große Leistungen vollbracht hätten. Überdies hätten sie im Verein wichtige Aufgaben übernommen - und dadurch manches auf den Weg gebracht, was den TSV bis heute präge. Mit einem Augenzwinkern rügte der Nikolaus den Vorsitzenden, der (trotz letztjähriger Mahnung) erneut in Jeanshose zum Tischtennisstadtmeister avancierte. Er solle sich doch endlich eine Sporthose leisten! Der Nikolaus hatte für jeden ein kleines Geschenk mitgebracht. So klang der Nachmittag gemütlich aus. Mitten im Geschehen

Burladingen - Schon im Sommer hatte die Jugendkapelle Platzkonzerte für die Senioren der Stadt gegeben: im neuen Haus Fehlatal (Benevit), im Haus St. Georg (St.-Anna-Hilfe) sowie bei der Wohngruppe "Jung und Alt". Die musikalischen Vorträge der Jugendlichen in den Gärten der Einrichtungen kamen so gut an, dass sie eine Einladung erhielten, nochmals aufzutreten. Am ersten Adventssonntag löste die Jugendkapelle ihr Versprechen ein. Zunächst gab das Orchester ein Konzert im Haus Fehlatal. Im Kornbühlstüble warteten bereits über 30 Bewohner und Pflegekräfte auf den Vortrag. Wie in einem Konzertsaal waren die Stühle aufgereiht, so dass die Rentner die Vorstellung genießen konnten. Unter der Leitung von Frank Schroft stimmten die Jugendlichen weihnachtliche Weisen an. "Alle Jahre wieder" hieß das erste Lied. Und tatsächlich dachte man unweigerlich daran, ob dies wohl zu einer jährlichen Tradition werden könne? Bei "Herbei, o ihr Gläubigen" begannen die Bewohner mitzusingen. Nicht nur viel Applaus war den Musikern sicher, es gab auch einen Zugabewunsch aus dem Publikum. "Stille Nacht" rundete das kleine Weihnachtskonzert ab. Heim- und Hauswirtschaftsleiterin Natalie Speidel lud die Jugendlichen anschließend zu Punsch und Lebkuchen ein, bevor sie sich auf den Weg ins Haus St. Georg machten. Hier fanden die Orchestermitglieder ein ganz anderes Szenario vor. Während zuvor andächtige Stille herrschte und ein großer Raum zur Verfügung stand, platzten die Jungmusiker im Haus St. Georg mitten ins Geschehen. Das Adventscafé und der Weihnachtsmarkt waren in vollem Gange, und es drängten sich die Besucher. Da war es für Frank Schroft keine leichte Aufgabe, ausreichenden Platz für die knapp 30 Musiker zu finden. Man improvisierte und stand dicht gedrängt. Hin und wieder musste ein Besucher oder ein Mitarbeiter durchgelassen werden, aber die Auftretenden meisterten die Situation hervorragend. Auch hier lud Heimleiterin Margot Buck die Jugendlichen anschließend noch zum Adventskaffee mit Kuchen ein.

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