Und am Ende doch der Klassiker

Was essen die anderen zu Weihnachten? Zum Beispiel die Armenier. Und kann man das auch selber kochen? Die HZ fragte den Burladinger Fernseh-Hobbykoch Petrus Basar.

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Erinnern Sie sich? Vor Jahresfrist kochte der Burladinger Industriekaufmann Petrus Basar in der ZDF-Küchenschlacht mit anderen Hobbyköchen um die Wette - und stach sie alle aus. Einen Geldpreis bekam er nicht, dafür erhielt der 19-Jährige, was ihm wichtiger war, eine Einladung zur Sendung "Lafer! Lichter! Lecker", wo man ihn bekochte. Obendrein folgte eine persönliche Einladung Johann Lafers zu dessen opulenter Jahres-Promi-Party, wo er mitkochen durfte. Für das kommende Jahr ist ein weiteres Fernsehprojekt geplant. Was für eines, darf der Burladinger allerdings nicht verraten. Strenges Sendergeheimnis!

Verraten hat uns Petrus Basar, was man in seiner Familie, die ursprünglich aus Armenien stammt, zu Weihnachten isst. Eingangs gibt es eine Maronensuppe, zubereitet aus angeschmorten Zwiebeln, Speck und Schinken. Parallel dazu kochen die Maronen in einer Gemüsebrühe bissfest, später werden sie püriert. Dann alles untereinander geben, mit Brühe und Sahne abschmecken, mit Salz, Pfeffer, Nelken und einem Hauch Zimt würzen. Dazu reicht man schlichtes Fladenbrot aus dem Holzofen. Dann könnte man eine Lammkeule armenischer Art auftragen, zuerst eingerieben mit Salz, Pfeffer, Oregano und Knoblauch; mit einer Mischung aus Honig und Worcestersoße bepinseln, in Butter anbraten, ablöschen und zwei Stunden schmoren lassen. Vorgekochte Kartoffeln anschlitzen, Knoblauch und Oregano hineingeben, abschließend zehn Minuten mit der Keule mitgaren. Schließlich noch ein von Basar selbst erdachtes Dessert: Schokolade und Creme fraiche, Zucker, geschlagenes Eiweiß und etwas Butter vermischen, in Espressotassen 20 Minuten im Wasserbad im Backofen erhitzen, zusammen mit karamelisierter Birne verzehren. Köstlich.

So speisen also Basars am Heiligabend? Nein, muss der Burladinger kleinlaut zugeben: Bei ihnen gibt es eine sehr deutsche Gans mit Knödeln. Das sei halt unabänderliche Tradition. Aber selbstverständlich koche er, nachdem die Familie inzwischen entschieden habe, dass seine Küchenkünste diejenigen der Mama übertreffen. Was nun eine Gans angeht, empfiehlt der 19-Jährige, sie mindestens einen Tag lang in eine Kräutermarinade einzulegen. Was die Haut des Vogels angeht, sollte man sie hin und wieder mit einer Mischung aus Honig und Apfelsaft bestreichen. So wird sie schön knusprig. Vor allem rät er dazu, eine, wenn auch teurere Freilandgans, zu nehmen, keine Tiefkühlware. Und beim Braten viel Zeit lassen, bis zu vier Stunden! Die dürfte den Anwesenden im Hause Basar nicht zu lange werden. Rund 25 Gäste werden erwartet. Vor dem Essen geht es allerdings noch in die Fideliskirche zum orthodoxen Weihnachtsgottesdienst.

Info Weitere Rezepte auf Basars persönlichem Blog auf Facebook.

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