Technik der neuen Stadthalle überfordert viele Nutzer

Die Technik der neuen Burladinger Stadthalle überfordert viele Vereine, die sie nutzen. Zuletzt waren Killers Narren die Leidtragenden. Auch mit der Pflege hapert es offenbar. Ein neuer Hausmeister soll's richten.

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Ein Riesenerfolg war das "Dorfrocker"-Konzert für die Killermer Schneidstuhlreiter. Hinter den Kulissen kamen die Narren aber doch mächtig ins Schwitzen. Sie waren nicht die Ersten, die mit der komplizierten Stadthallen-Technik überfordert waren.  Foto: 

"Wir haben einen Ferrari, und keiner kann damit fahren", sagt Wolfgang Schroft, Sprecher der Burladinger Vereine, über die herausragende Technik der neuen Stadthalle - die augenscheinlich viele Nutzer überfordert.

Überdeutlich zu Tage trat das Problem zuletzt am vergangenen Wochenende beim Konzert mit den "Dorfrockern", das die Killermer Schneidstuhlreiter-Narren veranstalteten. Die freuten sich zwar über ein tolles Konzert mit 1000 begeisterten Besuchern, stießen aber bei der Ausrichtung des Abends an ihre Grenzen.

Killers Ortsvorsteher und Stadtrat Josef Pfister klagte am Donnerstagabend im Gemeinderat über "massive Probleme": "Keiner hat gewusst, wie man das Licht einschaltet, wie man die Spülmaschine bedient, und wer kontrolliert, ob die Fairfest-Regeln eingehalten werden." Kein Hausmeister oder sonst jemand, der sich auskennt, sei an dem Abend da gewesen. Die Folge laut Pfister: "Das ist alles ein wenig aus dem Ruder gelaufen."

Ähnliche Probleme hatte jüngst der Kulturverein mit seinem Lindenhof-Gastspiel in der neuen Stadthalle: Während auf Bühne der Brandner Kaspar mit dem lieben Gott haderte, froren im Parkett die Zuschauer. Auch hier dieselbe Klage: kein Hausmeister da, niemand weiß, wie man die Lüftungsanlage regelt.

Wolfgang Schroft, der Sprecher der Burladinger Vereine, benannte auf Nachfrage der HZ das Problem: Diejenigen Vereine, die die Halle nur gelegentlich nutzten und die Einweisung verpasst hätten, würden sich jetzt schwer tun, den "Ferrari" zu fahren. Die regelmäßigen Nutzer kämen schon besser zurecht.

Noch ein anderes Fass machte am Donnerstag der Starzelner Stadtrat Ottmar Kuster auf. Er habe gehört, in der kleinen Halle sammle sich schon der Schmutz in den Ritzen, und der Zustand der Umkleidekabinen sei "unter aller Kanone".

Bürgermeister Harry Ebert räumte ein, mit der Hallentechnik sei es "eine komplizierte Geschichte". Man sei aber dabei, das Problem "personell und strukturell zu lösen". Hauptamtsleiter Michael Schäfer verwies darauf, dass im aktuellen Amtsblatt ein Hausmeister für die Stadthalle gesucht werde. Die Zeit, bis dieser gefunden sei, müsse man eben noch überbrücken.

Vielleicht sollte doch Schorsch Scheifele den Hausmeister-Job machen. Dessen Darsteller Hubert Pfister bringt die Probleme in der alten wie in der neuen Stadthalle schon seit Jahren gekonnt auf den Punkt.

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