Tag des offenen Denkmals präsentiert sich lebendig

Tönende Teller, südamerikanische Wollelieferanten - der Tag des offenen Denkmals war in Melchingen lebendig gehalten. Daher stieß er auf entsprechend große Resonanz und erntete viel Lob.

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Alpakas, Wolleproduzenten aus Südamerika, konnte man am Denkmals-Sonntag in Melchingen bestaunen. Foto: Adelbert Barth

Nicht nur der Töpfermarkt war als voller Erfolg am Wochenende in Melchingen zu verbuchen, sondern auch der Tag des offenen Denkmals, die Sonderausstellung alter Grammophone und Röhrenradios sowie der verkaufsoffene Sonntag erhielten zahlreichen Besuch.

Im Museum herrschte dichtes Gedränge. Alle drei Museumsführer - Ulrike Schäfer, Wilhelm Maichle und Johann Ott - waren in vollem Einsatz, um in detaillierten Führungen den Besuchern die Geschichte und das täglich harte Leben auf der rauen Alb vor 100 Jahren näher zu bringen. Die Besucher staunten und waren regelrecht begeistert, an dieses Leben "live" heran geführt zu werden. (Was andererseits in Anbetracht der zahlreichen Gegenstände und Artefakte im Museum keineswegs verwundert. ist. Nur selten kommt man dem einstigen Leben so nahe.) Neu in das Team der Museumsführer aufgenommen wurde am Wochenende Robert Emele, der zukünftig das Team unterstützen wird.

Ulrike Schäfer führte vor dem Museum den Gebrauch eines alten Spinnrads vor, auf welchem sie die Alpakawolle ihrer eigenen Alpakafarm spann. Damit auch das letzte Detail verständlich wird, hatte Ulrike Schäfer Alpakas mitgebracht. Sie stellen eine weitere Attraktion des Schau-Sonntags dar.

In der Museumsscheune hatten die Frauen des Gesangsvereins Melchingen alle Hände voll zu tun, um die Nachfrage nach schwäbischen Spezialitäten nachzukommen. Aus dem Gebäude nebenan tönten währenddessen alte Melodien. Hier führte Peter Griesinger, von Beruf Fernseh- und Radiotechniker, mit Leidenschaft seine Grammophonsammlung vor. Zunächst muss eine Schellackplatte aufgelegt und das Grammophon angekurbelt werden. Eine Nadel kitzelt dann die Töne hervor, ein Schalltrichter macht sie hörbar. Insgesamt besitzt Griesinger 200 Grammophone und Röhrenradios sowie unzählige Schellackplatten. Das älteste Grammophon der Sammlung stammt aus dem Jahr 1897.

Die Besucher staunten nicht schlecht über die alte, gleichwohl beeindruckende Technik. Und die alten Klänge kamen so gut an, dass es sich ein Ehepaar nicht nehmen ließ, in alten Erinnerungen schwelgend, einen Walzer zu tanzen.

Gleichzeitig boten die Melchinger Gewerbetreibenden beim verkaufsoffenen Sonntag vielseitige Waren an. Unter andern fand man bei Friedrich Mayers Kindermoden die passende Erstbekleidung für ganz kleine Leute. Susanne Fischer, Goldschmiedemeisterin, hatte ihre Werkstatt "Schmuckart" geöffnet. Die Polster- und Filzwerkstatt "Rain& Bezold" stand ebenfalls offen und präsentierte Dekostoffe für Raumgestaltung. Die Gärtnerei Scholz bot Herbstgestecke an, Filzarbeiten konnte man auch bei "Bausinger & Wesp & Albrecht" erwerben. Die Einzelhändler zeigten sich überaus zufrieden mit der Vorstellung ihrer Gewerbe am Töpfermarkt.

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