Stadt soll etwas tun

Den Aufschwung beim Tourismus den Vereinen überlassen? Das geht nicht, meinen Killers Räte. Da müssten andere Signale von der Stadt kommen.

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"Ich sehe den Steuermann nicht", bleibt Josef Kästle auch nach der Veranstaltung im Nikolausheim skeptisch. Josef Pfister hatte für einen Arbeitskreis mit Vertretern der drei Killertalgemeinden geworben. Die Zusammenarbeit der Gemeinden wurde von den Ortschaftsräten begrüßt, einige Vertreter zweifelten jedoch am Sinn der Gespräche: "Wir können uns lange überlegen, dass wir da gerne einen Teich hätten oder dort eine Bank. So lange es kein Finanzierungskonzept gibt, ist das doch unsinnig", fand Rainer Pfister. Und auch Conny Reich war skeptisch. Die Stadt baue auf die Vereine in Sachen Tourismus. Aber die Vereine hätten größtenteils ja Probleme, einen funktionsfähigen Vorstand zu finden. Fast überall herrschten Nachwuchssorgen, und dann sollen sie auch noch den Tourismus ins Laufen bringen?

Reich verwies auf Albstadt, wo "viel Geld in die Hand genommen wurde", um den Tourismus zu dem Boomfaktor zu machen, der er jetzt ist. "Da hätten eindeutige Signale von der Stadt kommen müssen, ob beispielsweise eine Stelle für die Koordination und als Ansprechpartner geschaffen wird und wie viel an Mitteln für die Förderung im nächsten Jahr in den Haushalt eingestellt wird". Obwohl konkrete Angebote seitens der Stadt vermisst werden, wollen sich der Ortsvorsteher und einige Räte mit den Vertretern der anderen Killertaldörfern zusammensetzen, um ihre Vorstellungen festzuklopfen. Das beschloss der Rat einstimmig.

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