Speicherbecken: Starzeln fürchtet Bergrutsch

Besorgnis im Starzelner Ortschaftsrat: Birgt ein riesiges Pumpspeicherbecken auf dem Himberg nicht die Gefahr eines Bergrutsches?

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"Das geht ja von Trauf zu Trauf", wunderten sich Starzelner Räte angesichts der Skizze fürs Oberbecken Himberg.

Ortsvorsteher Wolfgang Meyer informierte seine Räte am Mittwochabend über die möglichen Standorte eines Pumpspeicherkraftwerks. Insgesamt fünf Standorte hat der Regionalverband Neckar-Alb in die engere Wahl genommen - zwei im Landkreis Reutlingen, drei im Zollernalbkreis, von denen einer die Gemarkung Starzeln betrifft. Mayer präsentierte die auch im Internet einsehbaren Grafiken.

Potenziell betroffen wäre Starzeln von der Variante "Reichenbachtal" mit einem geplanten Unterbecken hinter Boll. Hier läge das Oberbecken entweder auf Starzelner oder auf Onstmettinger Gemarkung (oder auf der Markungsgrenze). Das hinge davon ab, welche der drei Oberbecken-Varianten zum Zuge käme. Voll auf Starzelner Gemarkung auf der Hochfläche des Himbergs läge das Oberbecken Himberg I. Diesem Speicher müssten 22 Hektar Laub- und Nadelwald geopfert werden. Das Speichervolumen ist auf drei Millionen Kubikmeter ausgelegt, die Dammlänge auf 1,5 Kilometer, die Dammhöhe auf 17 bis 26 Meter. Die Leitung zum Talsee wäre hier 2,5 Kilometer lang.

In Starzeln stellt man sich die Frage, ob der Himberg eine solche Wassermenge statisch überhaupt verkraften könne, ob im Falle eines Baus nicht mit einem Bergrutsch zu rechnen sei. Gewundert haben sich die Räte auch über die Größe des skizzierten Oberbeckens: "Das geht ja von Trauf zu Trauf."

Bis zum 16. Mai haben die Starzelner die Möglichkeit, sich zu den Plänen zu äußern. Auch davon wird abhängen, welche Standorte in den Regionalplan aufgenommen werden.

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