Spatzenmesse kann auch in einer kleinen Kirche klingen

Ein großes Kirchenfest wurde am Sonntag in Stetten u. H. gefeiert: Die Kirche St. Silvester und Pfarrer Gunter Storz begingen Jubiläen, und der Kirchenchor bekam die Palestrina-Medaille überreicht.

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  • Mozarts Spatzenmesse trug der Stettener Projektchor mit orchestraler Begleitung im festlichen Gottesdienst vor. 1/2
    Mozarts Spatzenmesse trug der Stettener Projektchor mit orchestraler Begleitung im festlichen Gottesdienst vor.
  • Weihbischof Bernd Uhl (l.), Pfarrer Gunter Storz und Rita Freudemann bei der Übergabe der Palestrina-Medaille an den Stettener Kirchenchor. Fotos: Adelbert Barth 2/2
    Weihbischof Bernd Uhl (l.), Pfarrer Gunter Storz und Rita Freudemann bei der Übergabe der Palestrina-Medaille an den Stettener Kirchenchor. Fotos: Adelbert Barth
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Auf den Tag genau feierte am Sonntag die Stettener Pfarrgemeinde St. Silvester ihr 50-jähriges Jubiläum der Kirchweihe. Aus eben diesem feierlichen Anlass beging Pfarrer Gunter Storz, der seit zehn Jahren in der Seelsorgeeinheit Obere Alb wirkt, sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Der Stettener Kirchenchor bekam in der Festmesse vom Weihbischof der Diözese Freiburg, Bernd Uhl, der gemeinsam mit Pfarrer Storz studierte und das Priesterseminar besuchte, die Palestrina-Medaille überreicht.

Storz zelebrierte die Messe gemeinsam mit Weihbischof Uhl, Diakon Engelbert Hipp und vier weiteren Priestern, die als alte Weggefährten von Pfarrer Storz der Einladung nach Stetten gefolgt waren. In seiner Predigt veranschaulichte Weihbischof Uhl den Zusammenhalt von Kirche und Gemeinde, wobei die lebendigen Steine der Gemeinde entscheidend für das Gelingen der Kirchengemeinschaft seien. Uhl beschrieb Pfarrer Storz als zutiefst geistlichen Mann, der im Gebet verwurzelt sei.

Josef Stopper begleitete an der Orgel den Gesang der Gemeinde. Durch das große Engagement des Projektchores wurde dem Fest eine gebührend feierliche Atmosphäre verliehen. Unter der Gesamtleitung von Michael Eisele, der studierter Kirchenmusiker ist, trug der Chor die Spatzenmesse Missa in C KV 220 von Wolfgang Amadeus Mozart vor. Zum musikalischen Rahmen trugen auch die Orchesterfreuden aus Albstadt, Anton Roggenstein am Cantinuo und David Heinzelmann und Thomas Schuler an der Trompete sowie Dominik Schäfer an der Pauke bei. Sie schufen den Projektchor stützende Pfeiler und untermalten mit sehr schönem Klang. Vier Solisten, Irina Gulde im Sorpran, Gabriele Merz in Alt, Johannes Petz, Tenor, und Heiko Schulz mit überzeugender Bassstimme begeisterten die Gemeinde. Trotz anspruchsvoller Wahl erreichte der Chor ein sehr harmonisches Zusammenspiel zwischen Orchester, Sänger und Solisten. Michael Eisele stellte eindrucksvoll unter Beweis, dass die Spatzenmesse nicht nur in großem Dom, sondern auch in einer Kirche sehr gut klingen kann.

Vor dem Segensspruch nahm die Vorsitzende des Stettener Chores Rita Freudemann die lang ersehnte und hart verdiente Palestrina-Medaille entgegen. Diese soll dem Chor Ansporn für weitere Aufgaben in der Kirchenmusik sein.

Anschließend wurde im Hörschwager Bürgerhaus weiter gefeiert. Die Bewirtung übernahmen die Pfarrgemeinderäte der Seelsorgeeinheit Obere Alb und der Kirchenchor Stetten. Der Musikverein Stetten/Hörschwag spielte unter der Leitung von Robert Hinderer zum Mittagstisch auf. Nachmittags traten die Kirchenchöre der Seelsorgeeinheit gemeinsam auf, die Kindergärten von Salmendingen, Stetten und Ringingen führten bunte Gesänge und Tänze auf, und auch die Ministranten trugen zum Programm bei. Zum Abschluss gabs eine Führung durch die Silvesterkirche.

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