Sonderversammlung des Hegerings bringt 52 Autogramme gegen den neuen Jagdpachtvertrag

Die Burladinger Jäger wollen es darauf ankommen lassen: Einstimmig lehnen sie es ab, den neuen Jagdpachtvertrag zu unterschreiben.

|
Alle 52 versammelten Jäger haben die Willenserklärung unterschrieben, dem neuen Jagdpachtvertrag die Zustimmung zu verweigern. Screenshot  Foto: 

Sonntagvormittag zur Frühschoppenzeit im Burladinger "Kleineschle": Die Jäger des Hegerings Alb treffen sich zu einer Sondersitzung, um am Tag vor der Versammlung der Burladinger Jagdgenossenschaft ihr Nein zum vorliegenden Entwurf des neuen Jagdpachtvertrages zu bekräftigen. Wie in der HZ ausführlich berichtet, lehnen die Jagdpächter den Vertragsentwurf ab, weil sie darin ein Kündigungsrecht, das diesen Namen verdient, vermissen. Einen "Knebelvertrag" habe ihnen der Gemeinderat da vorgelegt, hieß es.

Am Ende der gestrigen Versammlung haben alle 52 im "Kleineschle" anwesenden Jäger eine "Willenserklärung" unterzeichnet, dem vorliegenden Jagdpachtvertrag 2016 "nicht zuzustimmen, da die Regularien dieses Vertrages die wirtschaftlichen Risiken einseitig zu Lasten der Pächter regeln." Als "zwingend notwendig" wird eine Ergänzung zum Paragraphen 12 des Vertrages gefordert, in dem es um die Kündigungsmodalitäten geht. Die Jagdpächer verlangen einen Passus, in dem es heißt: "Der Pächter kann den Vertrag vor Ablauf der Vertragslaufzeit zum Ende eines Jagdjahres kündigen. Kündbarkeit: sechs Monate zum Jagdjahresende." Ohne diese Ergänzung werde kein Jagdpächter den Vertrag unterschreiben, stellte Rainer Pfister aus dem Burladinger Jagdbezirk "Forst-West" gegenüber der HZ klar. Heute Vormittag soll die Willenserklärung samt Unterschriftenliste im Rathaus abgegeben werden.

Damit haben die Jagdpächter noch vor der heute Nachmittag um 14 Uhr in der Stadthalle stattfindenden Versammlung der Jagdgenossenschaft ihre einhellige Ablehnung des Pachtvertrags klar gemacht. Die Jäger wollen sich unter den Bedingungen des neuen Jagdrechts und vor dem Hintergrund des Kartellamtsbeschlusses gegen die Forstverwaltung nicht unwiderruflich für einen Zwölf-Jahres-Zeitraum binden. Sie hoffen heute auf den Beistand der Landwirte.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Hechinger Mordprozess: Angst vor der Vendetta

Im Prozess um den Hechinger „Mord im Mafia-Stil“ soll am Mittwoch, 18. Oktober, das Urteil gesprochen werden. Zwischen lebenslanger Haft und Freispruch ist alles möglich. weiter lesen