Sänger teilen ihre Freude

Einen gelungenen Mix aus Popsongs und Spirituals servierte der Chor "inSpirit" beim regionalen Auftaktkonzert zum Chorprojekt "Share your Joy".

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Der beginnende Frühling sei doch ein geeigneter Zeitpunkt, einen bunten Strauß an Liedern zu präsentieren, so begrüßte Reinhard Will die gut 60 Zuhörer in der evangelischen Versöhnungskirche.

Normalerweise zeigt der Gospelchor "inSpirit" aus Burladingen um die Weihnachtszeit herum sein Können. Diesmal aber was das Konzert zugleich das lokale Auftaktkonzert des Chorprojekts "Share your Joy" und fand daher etwas später statt. Vier von Anton Roggenstein geleitete Chöre (der Gospelchor "Friends" aus Ofterdingen, die "Glory Fires" aus Stetten am kalten Markt, die "Living Voices" aus Veringenstadt und eben "in Spirit") wollen unentschlossene Sänger zum Probesingen animieren. Für einen Zeitraum von drei Monaten sollen alle, die gerne singen würden, zu den Proben kommen. Sie bekommen, so Will, einen Paten zur Seite, und im Mai und Juni würden dann Abschusskonzerte stattfinden.

Am Samstag zeigten die gut zwei Dutzend Burladinger Sängerinnen und Sänger, was dabei herauskommen kann, wenn man sich zum Singen zusammentut. Beileibe nicht nur Gospels haben die Musiker auf der Pfanne. Einige Liebeslieder studieren die Chormitglieder ein, weil sich Brautpaare diese Lieder zur Hochzeit wünschen. So das "Kompliment" der Sportfreunde Stiller oder "Von jetzt an" von Luxuslärm.

Gleich mit "Special effects" zum Auftakt sang der Chor "All you need is Love" von den Beatles, während die jungen Chorsängerinnen Christina Aguilera bevorzugen: Die Zwillingsschwestern Anna und Lea Vergari, die Nachwuchsstars des Chors, präsentierten mit "Say something" ein beachtliches Solo. Anna und Uschi Vergari interpretierten zusammen Leonard Cohens "Halleluja", währen sich Birgit Flad mit "When the Children cry" von White Lion erstmals ein Solo zutraute. Dass der Chor überzeugen kann, liegt beileibe nicht nur an der guten Akkustik der Versöhnungskirche, die Reinhard Will ausdrücklich lobte.

Ein Höhepunkt des gut einstündigen Konzerts war sicher die eindringliche Interpretation von "Adiemus" von Karl Jenkins.

Doch auch die klassischen Spirituals kamen nicht zu kurz, fast immer verbunden mit der Aufforderung ans Publikum, sich mit Klatschen zu beteiligen, was die Zuhörer auch begeistert taten.

"Ich denke, es kommt rüber, dass wir Freude am Singen haben", fasste Will den gelungenen Abend treffend zusammen. "Aber Singen ist ein Prozess, und je mehr an diesem Prozess teilnehmen, desto besser", warb er um neue Mitsänger und die Teilnahme am Chorrojekt. Ein Anfang sei gemacht, aber es sei noch viel Platz für "Patenkinder". Wer möge, solle sich bei einem Chormitglied oder über die Homepage des Chores melden. "Ich bin sicher, ihr könnt das", ermunterte auch Anton Roggenstein, der engagierte Chorleiter am Piano.

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