Ringinger Fasnet vor dem Aus?

Der Narrhalla Ringinger ist es auch im zweiten Anlauf nicht gelungen, einen Vorstand zu wählen. Das könnte das Aus für die Fasnet bedeuten.

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Bedrückte Stimmung herrschte bei Narrhalla Ringingen.  Foto: 

Die außerordentliche Hauptversammlung sollte den Weg weisen. Das Interesse war groß, wie sich am Freitagabend im Narrenstall der Narrenzunft Narrhalla Ringingen zeigte.

Ziel war es, ein neues Vorstandsteam zu wählen. Bei der Hauptversammlung am 4. Juli dieses Jahres war das alte geschlossen zurückgetreten. Doch das Ziel, das sei vorweg gesagt, wurde gründlich verfehlt. Stattdessen gab es eine teilweise heftige Diskussion über den Zustand innerhalb der Narrhalla Ringingen. Schuldzuweisungen von Seiten der zurückgetretenen Vorstandsmitglieder gegen einige der Mitglieder gab es serienweise, wie umgekehrt von Seiten einiger Mitglieder gegen das Vorstandsteam. Dabei ging es meistens um die Finanzen, und nicht um die traditionelle Ringinger Fasnet.

Den neutralen Beobachtern an diesem Abend kam der Verdacht auf, dass hauptsächlich zwei Gründe an der derzeitigen Misere schuld sind. Zum einen hat man das Gefühl, dass durch Gruppenbildungen - zum Beispiel Nähberggoischter, Lumpenkapelle, Narrensamen - jeder für sich das Beste will. Auf die anderen Gruppen beziehungsweise auf die Narrhalla als Ganzes wird hierbei nicht geschaut. Der zweite Grund dürfte das zurückgetretene Vorstandsteam sein. Hier bekam man bei der Versammlung den Eindruck, dass durch Starrsinnigkeit und Sturheit viel Unruhe aufgebracht wird.

Obwohl einige ältere Mitglieder der Narrhalla die Versammlung um eine vernünftige Diskussion baten und mehrmals darum ersuchten, sich doch jetzt um ein Vorstandsteam zu bemühen, das eventuell aus den einzelnen Gruppierungen zusammengesetzt wird, fand sich keine Lösung. Lediglich drei Mitglieder waren bereit, in einem neuen Vorstand mitzuarbeiten.

Der bisherige Vorsitzende, Martin Pfister, teilte mit, dass er noch bis 1. Dezember warten will. Sollte sich bis dahin kein Vorstandsteam finden, würden sämtliche Termine, seien es Teilnahmen an Umzügen oder Gardetänze, abgesagt. Natürlich fände dann auch der Ringinger Haupttag, der Fasnetsmontag mit Umzug und Fasnetsball, nicht statt.

Der nächste Termin wäre dann die Hauptversammlung 2015 (vermutlich im September). Dort könnte dann über die Auflösung des Vereines entschieden werden. Das Vereinsvermögen würde an die Stadt Burladingen gehen.

Nach der Diskussion am Freitagabend zeigten sich doch einige Mitglieder geschockt über den bisherigen Verlauf der beiden Hauptversammlungen. Wichtig für die hauptsächlich älteren Mitgliedern ist es, die Hausfasnet oder Ringinger Fasnet am Fasnetsmontag weiter bestehen zu lassen.

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