Radwege bleiben ein Wunsch

Die Hoffnungen des Melchinger Ortschaftsrates auf Radwege nach Willmandingen und nach Talheim haben sich fürs erste zerschlagen. Mittelfristig sei damit nicht zu rechnen, ließ das Straßenbauamt wissen.

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Radwege von Melchingen aus nach Willmandingen und Talheim wird es so schnell nicht geben. Archivfoto

Die Melchinger Ortschaftsverwaltung hatte beim Straßenbauamt wegen Radwegen zwischen Melchingen und Talheim sowie zwischen Melchingen und Willmandingen angeklopft und gleich einen Vorschlag für eine mögliche Planung gemacht. Wie Ortsvorsteherin Waltraud Barth-Lafargue jetzt dem Ortschaftsrat mitgeteilt hat, ließ das Straßenbauamt im Landratsamt mit Schreiben vom 29. Juni wissen, dass diese Radwege nicht in der vordersten Dringlichkeit stünden, sondern hinter insgesamt zwölf anderen Projekten auf Dringlichkeitsstufe 3 rangieren. Deshalb sei eine kurz- bis mittelfristige Realisierung des Radweges entlang der L395 eher unwahrscheinlich.

Ein Schwerpunkt der Sitzung lag auf der Haushalts-Zwischenbilanz für 2012 und der Mittelanmeldung für das kommende Jahr. Im diesjährigen Etat waren 70000 Euro für die energetische Sanierung des Kindergartens aufgenommen worden und 4000 Euro für die Sanierung der Burgruine. Die Kosten hierfür betragen jedoch laut Kostenvoranschlag 96000 Euro. Die Ortschaftsverwaltung hat für dieses Projekt noch einen Zuschuss von den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken über 6000 Euro erhalten. Die Ortsvorsteherin hofft, dass im Juli ein Zuschuss des Denkmalamtes in Höhe von 43000 Euro genehmigt wird, so dass im Haushaltsjahr 2013 noch 43000 Euro finanziert werden müssten, damit die Mauer auf der Burgruine gesichert werden kann.

Für die Fertigstellung des Feuerwehrhauses wurden im 2012er-Haushalt keine Mittel mehr benötigt. Insgesamt standen hierfür 180000 Euro zur Verfügung. Von den vom Ortschaftsrat beantragten Maßnahmen war somit lediglich die Sanierung des Kindergartens im Haushalt enthalten. Deshalb ändert sich auch an der Melchinger Prioritätenliste für 2013 nicht viel.

Die Ortschaftsräte mahnten am Mittwochabend dringend an, dass mit der Sanierung der Straßen in Melchingen fortgefahren wird. Teilweise, so hieß es, seien die Zustände nicht mehr tragbar, und auch die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde stehe in Frage.

Das Gremium rief außerdem in Erinnerung, dass nur noch vier Bauplätze im "Heintal II" zum Verkauf vorhanden sind und deshalb dringend mit der Planung eines neuen Baugebietes begonnen werden sollte. Schließlich dauere es mindestens drei Jahre, bis solch ein neues Gebiet erschlossen sei. Einstimmig setzte der Ortschaftsrat deshalb die Planung der Erschließung eines neuen Baugebietes "Am Pfaffenberg" auf Platz eins der Melchinger Prioritätenliste.

Es folgen die Sanierung der Straße "Auf den Höfen" (Wasser, Abwasser und Brunnenleitung), die Planung zur Aufnahme ins Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum und in diesem Zusammenhang die Sanierung des Vorplatzes vor dem Rathaus zur Schaffung eines Ortsmittelpunktes.

Viertens wird erneut die Fortsetzung des Themenwanderweges beantragt, speziell der Ausbau des Feldweges von der L 385 bis zur Melchinger Mühle. Wieder einmal auf der Liste ist die seit Jahren geforderte bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr in Richtung Mössingen und Tübingen.

An sechster Stelle folgt der Wunsch nach einem Zaun für den Spielplatz "Im Heintal" für etwa 10000 Euro. Und schließlich beantragt der Rat die Restfinanzierung von 43 000 Euro für die Sanierung der Südmauer der Burgruine.

Mitgeteilt hat die Ortsvorsteherin, dass die Ergebnisse der Ausschreibung für die neuen Fenster für den Kindergarten nun vorliegen, so dass die Fenster in den Sommerferien eingebaut werden können.

Die Restaurierung der Karte von Melchingen von 1780 kostet laut einem Kostenvoranschlag rund 6600 Euro. Dafür sucht Waltraud Barth-Lafargue derzeit Sponsoren.

Nach den starken Regenfällen des vergangenen Wochenendes laufen nun die Brunnen in der Lauchertstraße und ein Brunnen in der Straße "Unter den Linden" wieder. Der Brunnen in der Mertinger Straße soll am Samstag nochmal überprüft werden. Der Gänsebrunnen in der Lauchertstraße musste wieder abgestellt werden, da das Wasser nicht ablaufen kann. Hier muss wohl das Rohr freigelegt werden, nachdem es durch eingeschwemmten Schotter verstopft worden ist.

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