Programmkino: "Zeit der Namenlosen"

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Die Vhs Burladingen zeigt - in Kooperation mit den Alb-Lichtspielen Burladingen - am Montag, 29. September, um 20 Uhr, wieder einen besonderen Film: "Zeit der Namenlosen", ein Dokumentationsfilm von Marion Leonie Pfeifer aus dem Jahr 2012. Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit Ingrid Krumm, der Frauenbauftragten des Ostalbkreises, statt.

Neben dem Drogen- und Waffenhandel gilt die Versklavung mittlerweile als das lukrativste Geschäft der organisierten Kriminalität. Die Dokumentation "Zeit der Namenlosen" thematisiert Zwangsprostitution und Armutsvermarktung in der EU. Anhand der Aussagen von Opferzeuginnen, Mitarbeiterinnen rumänischer und deutscher Nichtregierungsorganisationen sowie von Kriminalbeamten des Bundeskriminalamtes und des Polizeipräsidiums München sollen die perfiden Strukturen des Frauenhandels aufgezeigt werden.

In Westeuropa kommt der größte Teil der Opfer entlang der Donauschiene aus Weissrussland, der Ukraine, Tschechien, Rumänien und Bulgarien. Denn die Menschenhändlerringe brauchen keine aufwändige Beschaffungslogistik, wie sie bei Frauen aus Asien oder Afrika nötig wäre.

Das Geschäft nimmt den schnellen Verschleiß der Frauen in Kauf. Mussten früher die Zuhälter noch darauf achten, dass ihre Opfer, ihr Humankapital, möglichst lange durchhielten, so spielt das seit der Osterweiterung der EU kaum noch eine Rolle. Der "Nachschub" ist schier unerschöpflich.

Das Prostitutionsgesetz von 2001 hat die Prostitution in Deutschland legalisiert und eigentlich beabsichtigt, die Stellung der Prostitutierten zu stärken. Das genaue Gegenteil ist eingetreten. Eine im November 2013 vorgelegte von der EU finanzierte Studie zeigt drastisch, wie durch das Gesetz Prostituierte schutzlos der Willkür der Zuhälter ausgeliefert sind und der einschlägige Markt in Deutschland rapide wächst.

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