Polarhunde erobern die Herzen im Sturm

Eigentlich wollte man in Gauselfingen "nur" den 20. Geburtstag des Polarhundevereins feiern. Doch dann kam ein kleiner, feiner Weihnachtsmarkt hinzu.

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Mit einem kleinen Weihnachtsmarkt auf Hasleberg in Gauselfingen öffnete sich der Nothilfeverein für Polarhunde der breiten Öffentlichkeit.  Foto: 

Auf Hasleberg, wo seit Mai 2014 eine Auffangstation für Polarhunde besteht, hielt am Samstag Ortsvorsteher Rudi Kanz eine kleine Begrüßungsrede. Er stattete gemeinsam mit seinem Stellvertreter Anton Eisele dem Verein zum 20. Jubiläum einen Besuch ab. Geehrt wurde die Initiatorin und Gründerin Monica Schwartze, die gemeinsam mit sechs Mitstreitern den Verein in Freudenstadt ins Leben gerufen hatte.

"Warum nur einfach das Jubiläum feiern?", dachte sich Mitarbeiterin Satu Kemiläinen und hatte die Idee zu einem Weihnachtsmarkt in der Halle. Eine gute Idee, wie sich herausstellen sollte. Die Besucher strömten nur so, kamen sogar extra von Niederkassel und aus der Schweiz angereist. In der Hauptsache Mitglieder, Freunde und Gönner oder Menschen, denen vom gemeinnützigen Verein ein Polarhund vermittelt wurde. Rund 320 Mitglieder zählt der Polarhundeverein, verteilt auf ganz Deutschland und das benachbarte Ausland. Auf der anderen Seite konnte man die Gauselfinger Bevölkerung zu diesem Markt einladen, um eventuell bestehende Vorbehalte abzubauen.

Offen zeigte sich der Verein allemal. Mit einer Bastelecke im wohlig warmen Büro, mit Speisen und Getränken, welche im roten Blockhaus angeboten, und mit Ständen, an denen Schmuck, Keramik, Liköre und mehr verkauft wurden. Ein großer Weihnachtsbaum und die entsprechende Dekoration sorgten für Adventsstimmung. Und die Gäste, viele von ihnen mit Hunden, genossen die Veranstaltung und informierten sich über den Verein "Nothilfe für Polarhunde".

So mancher liebäugelte sogar mit einem der momentan elf in der Station untergebrachten Vierbeiner. "Wer einmal einen Polarhund hatte, will keinen anderen Hund mehr", brachte es Iris Wein auf den Punkt. Sehr menschenfreundlich sind diese Tiere, benötigen aber auch viel Auslauf. Immer an der Leine, da diese Hunde sonst nicht mehr zurückkämen, wie man erfuhr. Deshalb würden die Gassi-Geher in Gauselfingen auch nie mit einem freilaufenden Hund angetroffen. Und überhaupt hat sich der Verein inzwischen gut in die Gemeinde integriert. Vorurteile konnten abgebaut werden. Und übrigens: Gassi-Geher werden immer gesucht.

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