Petrus Basar schart elf Helden um den Herd

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  • Charmant und gewitzt, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt, dirigierte Petrus Basar am Donnerstag den ersten Männerkochkurs in „Dianas Hendl-Alb“. Weil der Abend so ein großer Erfolg war, gibt es am 20. Januar Nachschlag. 1/2
    Charmant und gewitzt, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt, dirigierte Petrus Basar am Donnerstag den ersten Männerkochkurs in „Dianas Hendl-Alb“. Weil der Abend so ein großer Erfolg war, gibt es am 20. Januar Nachschlag. Foto: 
  • Souverän führte Petrus Basar in der Küche von „Dianas Hendl-Alb“ die Regie. 2/2
    Souverän führte Petrus Basar in der Küche von „Dianas Hendl-Alb“ die Regie. Foto: 
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Wie sah die Küche in Dianas Hendl-Alb nach dem Männerkochkurs mit Petrus Basar aus? Ein Schlachtfeld! Angebrannte Töpfe, Qualm, zerdepperte Soßenschüsseln, mehrere Verletzte mit Pflastern und dicken Bandagen um die Daumen und im Gastraum kopfschüttelnde Ehefrauen, die vor Tellern saßen, aus denen kein Bissen genommen wurde: „Männer! Man kann sie halt nicht an den Herd lassen!“.

Nein, so war’s natürlich nicht, beim Männerkochkurs in der Burladinger Hendl-Alb am Donnerstagabend. Die elf Herren, die aus Burladingen oder auch Bisingen und Weildorf kamen – fast alle in Begleitung ihrer Frauen – haben sich wacker geschlagen.

Es waren auch zumeist keine vollkommen blutigen Anfänger, die an diesem Abend den Kochlöffel schwangen, Tomaten kleinschnitten, Garnelen andünsteten, Kräuter mischten, Zwiebeln schnippelten. Die meisten besaßen Erfahrung in der Küche. Sie kochen zu Hause dann und wann. Oder sind erfahrene Grillmeister. Warum dann eigentlich ein Kochkurs für die Halbprofis?

Die Erklärungen der Teilnehmer lauteten unterschiedlich ähnlich. Sie wollten ein paar neue Tricks und Kniffe kennenlernen, mal einem wie Petrus Basar, der es mit seinem Kochtalent bis ins Fernsehen geschafft hat, auf die Finger schauen. Und vor allem eins: Spaß haben.

Der Großteil der Männer hatte den Kochkurs zu Weihnachten geschenkt bekommen, zwei, drei dagegen hatten sich selbst angemeldet, etwa der Ringinger Robert Maier oder der Burladigner Gemeinderat Armin Schweitzer, der meinte, so langsam bereite er sich auf die Rente vor, da werde er mehr Zeit für die Küche haben, und wolle jetzt schon mal seine Kenntnisse und Möglichkeiten erweitern.

War vom Spaß schon die Rede? Richtig! Den hatte die Elf in der Küche von Anfang an. Schon bei der Ausgabe der Schürzen und Kochmützen wurde gekichert. Walter „Jimmy“ Muuhs, Burladingen, etwa warf einen Blick in die Karte, mit dem, was an dem Abend zubereitet werden sollte, und fragte treuherzig in Richtung von Wirtin Diana Dehner und Kursleiter Petrus Basar: „Wo stehen denn da die Spiegeleier?“ Und in dieser heiteren Art ging’s weiter.

Mit zunehmender Dauer wurde es drinnen in der Küche, wo die Männer sich die Arbeitsplätze teilen mussten, hörbar immer fröhlicher. Was freilich auch daran gelegen haben mag, dass mit zunehmender Dauer auch immer mehr Biere und Weizenbiere in die Küche wanderten. Prost, prost, prost!

„Jungs, arbeiten, nicht trinken, das dürft ihr heute mal uns überlassen“, rief es von draußen herein. Ja, auch bei den Frauen machte sich beim Prosecco die Kicherlaune breit, man lernte sich kennen, unterhielt sich bestens. Immer wieder kamen sie aber auch in die Küche, um nach ihren Helden am Herd zu schauen. Oder sie mit Petrus Basar zu fotografieren. Der ließ dabei wieder einmal seinen ganzen Charme spielen, den man aus der ZDF-Küchenschlacht oder auch vom „Masterchef“ auf Sky 1 kennt, und war der Liebling aller Anwesenden.

Außer vielleicht nicht der seiner Schwestern Sonja und Christine. Die durften nämlich, wenn die Männer von Petrus angeführt, mit dem jeweiligen Gericht stolz wie Bolle in den Gastraum schritten, die Arbeitsgeräte putzen und wieder aufräumen. Halb so schlimm, lächelte Sonja. Man sei’s ja gewohnt vom Brüderchen. Zuhause mache es Petrus genauso.

Derweil erhielten die elf Köche am Tisch von ihren Frauen ein dickes Lob für das, was sie auftrugen: Röstbrot mit Tomatenwürfeln oder Avocadocreme vorweg, eine Erbsenschaumsuppe mit frischen Garnelen an denen ein Hauch von Kräutern und Knoblauch haftete, ein marinierntes Rumpsteak mit Ofenkartoffeln und selbstgemachtem Dipp, und am Schluss Eis und Schokotörtchen mit selbstgemachtem Baileys – der Nachtisch, mit dem Kursleiter Basar einst auch die Juroren der ZDF-Küchenschlacht für sich gewonnen hatte.

Das alles zog sich lange hin. Doch nicht weil die Elf trödelte, sondern weil es einfach so viel zu schauen, reden und lachen gab. Am Schluss waren alle unisono hochzufrieden, auch die Erfahrenen meinten, sie hätten an dem Abend noch etwas dazu gelernt, vor allem aber einen Riesenspaß gehabt.

Und weil’s so schön war, soll das Ganze am 20. Januar wiederholt werden, dann gibt Petrus Basar in Dianas Hendl-Alb einen Fingerfood-Kurs. Man kann sich noch anmelden, Infos im Internet gibt es unter dianas-hendl-alb.de.

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