Party pur an der Fehla

Eine Bombenstimmung, super Wetter, Besucherrekorde und ein gigantisches Drei-Tage-Programm zeichneten die Burladinger Sommerfarben in diesem Jahr aus. 500 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

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Die Rekordumsätze von 2008 wurden in diesem Jahr weit übertroffen, vermeldete "Mister Sommerfarben" Wolfgang Schroft. Ihm hatte das neunköpfige Organisationsteam diesen offiziellen Titel am Samstagabend verliehen. "Was wäre ich ohne mein Team", sagte Schroft, "es gibt nur wenige Firmen, die über 500 Mitarbeiter verfügen." Denn aus 18 Vereinen der Gesamtstadt waren über 500 Helfer für die Burladinger Sommerfarben verpflichtet worden. Die waren in diesem Jahr ein Fest der Superlative, das von Freitag bis Sonntag über die Bühne ging. Besser gesagt: über zwei Bühnen. Dieses Jahr spielte auch das Wetter mit, das vor zwei Jahren noch für Umsatzeinbußen gesorgt hatte. Dieses Mal stimmte alles: Die Sommerfarben 2013 waren ein Fest der Begegnungen zwischen Nationen, Generationen und Vereinen.

Anlässlich des 25. Jubiläums der Städtepartnerschaft mit Le Plessis-Trévise weilte eine französische Delegation um ihren Bürgermeister Jean-Jacques Jégou in Burladingen. Und sogar aus dem portugiesischen Ourém waren Vertreter angereist. Bürgermeister Harry Ebert, sein französischer Kollege Jégou und Wolfgang Schroft eröffneten am Freitagabend das Fest mit dem Fassanstich.

"Manche nennen es Konzert, wir nennen es eine Riesengaudi", kündigte Musikdirektor Thomas Wunder gut gelaunt die Stadtkapelle an, die mit "Swing, Latin und Jazz" begeisterte. Gegen Ende des Konzertes spielte die Kapelle noch die beiden Nationalhymnen. "The Hurricanes" entführten anschließend musikalisch in die 60er- und 70er-Jahre, während auf der kleinen Bühne mit "Agent Orange" Heavy Metal angesagt war - Party pur an der Fehla.

Am Samstagabend entpuppten sich bei der "Karibischen Nacht" die Bandmitglieder von "Los Dos y Companeros" als Oberpfälzer, die lateinamerikanische Rhythmen mit bayerischen Texten untermalten. Gleichzeitig unterhielten auf der zweiten Bühne die "Zydeco Playboys" ihr Publikum.

Der Besucherandrang war an allen drei Tagen enorm. Schon am Samstagmittag strömten die Senioren aus der Gesamtstadt Richtung Festzelt. Hier spielte das "Gamsbart-Trio", wohlgemerkt zu viert, Polka und Volksmusik, angereichert mit deftigen Witzen. Während die Schüler der Jugendmusikschule auf der kleinen Bühne musizierten und die Kindergartenkinder tanzten, zogen etwa 20 Nachtwächter und Türmer, angeführt von Lokalmatador Willy Gastel, ins Festgelände ein. Sie hatten im Vorfeld in der Trigema-Arena die Hauptversammlung der baden-württembergischen Türmer- und Nachtwächterzunft abgehalten. Mit Gedichten, Gesang und Geschichten präsentierten die Herren ihre Zunft.

Sie waren es auch, die den Gottesdienst am Sonntag mitgestalteten. Statt eines Orgelvorspiels hörte man Turmbläser. Der Gospelchor "inSpirit" sang unter der Leitung von Vize-Dirigent Tobias Neusigl englische Gospels. Der katholische Pfarrer Konrad Bueb und der evangelische Pfarrer i.R. Alfons Günder hielten die Liturgie größtenteils zweisprachig: auf Deutsch und auf Französisch. Nach dem Gottesdienst spielte die "Fehlataler Blasmusik" auf, um später von den "Lauchertmusikanten Melchingen" abgelöst zu werden. Außerdem konnte man sich bei der Sozialstation St. Franziskus Blutdruck und Blutzucker messen lassen. Die Kinder stürmten Hüpfburg, Kletterwand und Spielstraße, die Erwachsenen wetteiferten im Straßenkegeln und flanierten an der Straßengalerie der burladinger maler vorbei.

Burladingen zeigte sich von seiner besten Seite - dank vieler Organisatoren, Helfer, Sponsoren und Besucher.

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