Oldtimerfreunde im siebten Himmel

Ein gewaltiger Andrang herrschte den ganzen Sonntag über beim Oldtimertreffen der Hausener Heimatfreunde. Mehr als 200 alte Vehikel kamen.

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Höchst originelle Vehikel gab's gestern in Hausen zu bestaunen.  Foto: 

"Da ist die Hölle los", freute sich Egon Flad über die Massen an Fahrzeugen, die seit dem frühen Morgen den Hausener Schulhof, die Schüttestraße und erstmals auch einen Platz gegenüber der Schule füllten. Aber wahrscheinlich meinte der Veranstalter des Oldtimertreffens, dass der Himmel los sei. Denn genau so, wie im siebten Himmel, mussten sich all die Freunde des alten Blechs gestern fühlen angesichts der vielen schönen Fahrzeuge.

Der Porsche 356 Coupé aus dem Jahre 1958 beispielsweise oder der Borgward Isabella mit Wackeldackel im Heck. Deren Besitzer, Reinhold Mertens aus Bad Buchau, kennt Flad schon seit über 30 Jahren. "Ich bin so froh, das ich den Egon kenne, wir haben schon viele Geschäfte miteinander gemacht", erzählte der Oldtimerfahrer.

Überhaupt mutete die Veranstaltung an wie ein überdimensioniertes Familientreffen. Man kennt sich untereinander, und alle kennen Egon. Der begrüßt jeden, der ankommt, mit Handschlag, weiß bei vielen, um welches Fahrzeug es geht und woher der Besitzer kommt. Aus Tuttlingen sind Besucher da, aus Holzgerlingen, aus Riedlingen, Villingen, München oder Sigmaringendorf. Und wie alle zwei Jahre kam auch die Gruppe Mecedesfahrer aus der Schweiz und Konstanz nach Hausen, um ihre Schmuckstücke auszustellen. Aber auch, um sich mit anderen Besuchern auszutauschen. Da geht es um Ersatzteilbesorgung, es wird erzählt, was die letzten zwei Jahre vorgefallen ist, oder wohin man das Moped verkaufte, mit dem man voriges Mal hier war. Oder Egon gefragt, ober er nicht wisse, wer dieses oder jenes Fahrzeug verkauft.

"Ich hätte nicht gedacht, dass so viele kommen", zeigte sich Flad ein wenig über den Ansturm überrascht. Vielleicht lag es ja auch am schönen Wetter, denn so ein Porsche 356 Cabrio (in Hausen war ein blaues zu sehen) fährt sich halt viel netter, wenn man das Dach auch aufmachen kann. Und auch den unzähligen Zweiradfahrern kam das Wetter zupass. Auf dem Schulhof standen die Räder dicht an dicht: "Da ist es auch recht", war aus dem Publikum zu hören, "wenn der eine oder andere wieder geht. Der Platz ist knapp." Als die Oldtimerfreunde Undingen wieder aufbrachen, gab es gleich viel Platz. Mit acht Motorrädern - Max, Lux, Regina von NSU, DKW oder BMW - waren sie ins Killertal gekommen.

Josef Bieger, der Vorsitzende der Heimatfreunde, strahlte derweil mit der Sonne um die Wette. Bieger freute sich über das Gelingen des Oldtimertreffens. Insgesamt seien mehr Fahrzeuge gekommen als vor zwei Jahren, schätzte er. Deutlich über 200.

Und auch das Heimatmuseum fand Interessenten, Biegers Führungen waren schon am Morgen gefragt gewesen. "Ich bin überwältigt", so der Rektor a. D. Und nicht nur die Anzahl der Fahrzeuge und der Umkreis, aus dem sie kommen, freute ihn. "Auch der Konsum ist sehr gut. Für uns als Verein spielt ja auch der wirtschaftliche Faktor eine Rolle."

Dass die Leute gerne unter dem schattenspendenden Dach der Pausehalle saßen, lag neben der Bewirtung durch die Heimatfreunde sicher auch an der kurzweiligen musikalischen Unterhaltung durch die Jugendkapelle Oberes Killertal. Und wer dann doch heim fuhr, verabschiedete sich bei Egon Flad: "Also, bis dann, in zwei Jahren!"

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