Ohne Bauplätze laufen die Hausener davon

Der Hausener Ortschaftsrat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür aus, ein neues Baugebiet unterhalb der Turnhalle zu erschließen.

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Das vom Ortschaftsrat gewünschte Baugebiet unter der Turnhalle.  Foto: 

In Hausen war man sich in der Ratssitzung nicht ganz sicher: Würden mehr Menschen im Ort bauen, wenn es attraktivere Bauplätze gäbe? Wie ist der tatsächliche Bestand an erschlossenen Plätzen, die auch verkauft würden? Soll man zuerst Bauplätze anbieten können - oder soll man zuerst eine sichere Nachfrage abwarten? Einig waren sich die Räte am Dienstag jedoch, dass das Angebot der öffentlichen Hand nicht überzeugend ist. Einen Platz gibt es, den die Stadt anbietet. Ein weiterer Platz, der sich in Privatbesitz befindet, wird im neuen Jahr von der Stadt gekauft. Aber an beiden Plätzen, so Ortsvorsteher Erwin Staiger, bestehe schon seit Jahren kein Interesse. Wie aber, so geht die Diskussion im Rat schon länger, soll man Bewohner im Ort halten oder gar neue gewinnen, wenn man keine Bauplätze hat, die den Ansprüchen genügen?

Ein über Jahre angepeiltes neues Baugebiet am Binsenberg ist schon lange verworfen. Beim jüngsten gemeinsamen Ortsrundgang der Räte kam dann die Idee auf, den Platz vor der Turnhalle zu erschließen. Einschließlich eines privaten Grundstücks gäbe der Gemeindegrund dort vier bis sechs Bauplätze her. Das Gelände ist sonnig, liegt zentral, Strom und Wasser sind in nächster Nähe vorhanden.

Neben dem Wunsch von Annette Riehle, eine Liste zu erstellen, auf der alle erschlossenen Bauplätze der Gemeinde, also auch jene in privater Hand, aufgeführt werden, um einen Überblick zu bekommen und die Plätze so vielleicht auch besser vermarkten zu können, war man sich im Rat auch darüber einig, das Projekt an der Turnhalle entschlossen anzugehen.

In die Haushaltsanmeldung für 2017 soll ein noch festzulegender Betrag für eine Bebauungsplanung aufgenommen werden. Gibt es dann auf Grund der konkreten Planung Bauwillige, wird die Erschließung angegangen, sonst nicht. "Wenn niemand Interesse hat, brauchen wir auch kein Baugebiet", so Staiger. Alle sechs anwesenden Räte stimmten dafür, das Baugebiet an diesem Ort zu verwirklichen. Der Ortsvorsteher wurde beauftragt, mit der Stadtverwaltung über die Vorgehensweise zu sprechen.

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