Mit Anlauf in die Grube

Nicht lange, dann beginnt in der Hausener Grundschule wieder der Ernst des Lebens. Spaß machen dürfte dann die Benutzung der Sprunggrube, die kürzlich bei der Turnhalle geschaffen wurde.

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Nein, Ortsvorsteher Erwin Staiger möchte nicht flott mal 20 Meter über die Bahn spurten und dann einen Riesensatz in die Sandgrube machen, um zu zeigen, wie gut die neue Sprungbahn neben der Hausener Turnhalle funktioniert. Zu dumm, er hat die neue Hose an und die sollte halt möglichst nicht schmutzig werden, sonst schimpfen sie daheim. Schade! Aber auch so, durch bloßen Augenschein, steht die Tauglichkeit von Bahn und Grube fest. Beides macht einen professionellen Eindruck.

Überhaupt, Schmuck ist es um die Turnhalle herum geworden. Fast unbemerkt haben die Hausener in mehreren Arbeitseinsätzen das Gelände auf Vordermann gebracht. Schon im letzten Jahr wurde der Festplatz neben der Halle neu eingeschottert und hat der Musikverein an der Seite dieses Platzes Platten verlegt. Schluss mit Matsch und "Sauerei" früherer Jahre, jetzt kann trockenen Fußes bewirtschaftet werden.

Die Sprunggrube entstand in diesem Jahr. Sie war nicht allzu teuer, zumal man für die Kunststoffsteine der Laufbahn keinen Cent auszugeben brauchte. Der Burladinger Gärtnermeister Josef Pfister hatte die bunten Soft-Steine andernorts ausgebaut und eigentlich im Sinn gehabt, sie zu entsorgen. Als Erwin Staiger ihn fragte, ob er sie nicht ihm - und letztlich der Hausener Schuljugend - überlassen wolle, willigte der Burladinger sogleich ein.

Auch rund um die Halle hat man in den vergangenen Monaten aufgeräumt und den Außenbereich des neu erbauten Feuerwehr-Anbaus fertiggestellt - wofür zwar Haushaltsmittel vorhanden waren, was aber zugleich durch die starker Eigenleistung der Abteilung erleichtert wurde. Um die anderen Arbeiten zu finanzieren, reichten vorhandene Straßenunterhaltsmittel locker aus. Drei neue Bäume, die außerdem an der Zufahrt ihre jungen Äste gen Himmel recken, wurden unter der Federführung des Obst- und Gartenbauvereins gepflanzt.

So ist Erwin Staiger nicht nur zufrieden, sondern auch stolz: auf das Areal und auf die Tatkraft seiner engagierten Hausener Bürger. Die Schulkinder indessen dürften sich darauf freuen, bald wieder in die Sandgrube springen zu dürfen. Bis zum Schuljahresbeginn bleibt sie freilich abgedeckt.

Dabei geht es nicht nur darum, sie vor unbefugter Benutzung durch irgendwelche Gaudiburschen zu schützen, sondern es ist auch so, dass, wie Staiger sagt, Katzen solche Anlagen gerne benutzen, um ihr Geschäft zu verrichten.

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