Melchinger Mehrgenerationenquartier soll konkretisiert werden

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Bereits 2010 hat der Melchinger Ortschaftsrat begonnen, die Bürger mit einer Fragebogenaktion in die politischen Entscheidungen einzubinden. Daraus resultierten 2012 mehrere Arbeitsgruppen, die sich mit Themen wie Ortsmitte, Ortsgestaltung, Wohnen, Tourismus, Bürgerengagement, dörfliche Gemeinschaft, Öffentlichkeitsarbeit beschäftigten. Deren Ergebnisse können sich sehen lassen. So hat die Gemeinde mit Hilfe der Arbeitsgruppen 2014 und 2015 erfolgreich am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen und im Landesentscheid die Silbermedaille gewonnen.

Melchingen wurde dank des großen Bürgerengagements auch als Schwerpunktgemeinde ins Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) aufgenommen. Das Biotop „Hinter Berg“ wurde aufgewertet und die Lauchertquelle neu gestaltet. Für Kinder wurde ein Themenwanderweg über „Die geheimnisvolle Sprache des Wassers“ und für die Älteren ein Bänklesweg eingerichtet. Der Platz vor dem Rathaus und dem Theater Lindenhof ist neu gestaltet worden.

Auch mit der Geschichte von Melchingen und der alten Brunnenleitung beschäftigte sich eine Gruppe. Helmut Viesel hat alle Denkmale auf der Melchinger Gemarkung festgehalten und archiviert. Ein Fotowettbewerb zeigte die schönsten Seiten Melchingens, und der Spielplatz Weilerwiesen wurde mit bürgerschaftlichen Engagement ausgebaut.

Zusammenfassend stellte Ortsvorsteherin Waltraud Barth-Lafargue fest, dass die Arbeitsgruppen zusammen mit dem Ortschaftsrat, aber auch mit den Vereinen und vielen Bürgern schon viel erreicht haben. Und so stellten sich die Fragen: „Wie wollen wir weitermachen? Was ist uns zukünftig wichtig?“

Nach eingehender Diskussion über freie Flächen und Umnutzungspotenziale im Ort war sich die Runde einig, dass die Idee eines Mehrgenerationenquartiers im Ortskern weiterverfolgt werden sollte. Auch ein Moderator, der von außen kommt, wurde für sinnvoll und gut befunden, um Hemmschwellen abzubauen.

Auch das Konzept zur Entwicklung der Straße „Unter den Linden“ von der Sparkasse bis zum „Kreben“ soll weiterverfolgt werden. Hier, so Barth-Lafargue, gibt es mittlerweile wieder Probleme mit einzelnen Linden, die Lösungskonzepte erforderten.

In der nächsten Sitzung sollen außerdem der geltende Regionalplan und der Flächennutzungsplan daraufhin untersucht werden, welche Entwicklungsmöglichkeiten sich für Melchingen bieten.

Im Gewerbegebiet „Steinbraike“ sei ein 1500 Quadratmeter großes Grundstück verkauft worden, gab Ortsvorsteherin Waltraud Barth-Lafargue bekannt.

Im Kindergarten gingen die Bauarbeiten zügig voran. Es könne davon ausgegangen werde, dass ab dem 1. November mit der Ganztagesbetreuung begonnen werden könne.

Auf dem Friedhof soll das Kriegsgrab neben das Kriegerdenkmal verlegt werden. Das Regierungspräsidium, die Kriegsgräberfürsorge und das Landratsamt haben keine Bedenken.

Das Landratsamt hat dem Antrag auf Mitteln aus dem Landschaftspflegeprogramm LPR zugestimmt. Somit können weitere Schritte zur Pflege der Biotope „Hinter Berg“ getan werden.

Für den Grüngutlagerplatz läuft die Genehmigung am 30. November aus. Ein neuer Antrag wurde gestellt. Die Genehmigung, mahnte Barth-Lafargue, werde aber nur erteilt, wenn der Platz auch ordnungsgemäß genutzt
werde.

Ein Workshop für Alphornbläser findet am Sonntag, 24 September, in der Festhalle statt. Gegen 16.30 Uhr soll es vor dem Rathaus ein Konzert geben.

Am 3. Oktober heißt es beim Aktionstag des TV Melchingen wieder: „Melchingen bewegt sich“.

An schnellerem Internet für die Bereiche Unter den Linden, Poststraße und Falltorstraße arbeitet die Deutsche Telekom.

Für die Sanierung des Daches des Dorfmuseums wurde beim Denkmalamt ein Antrag gestellt. Es braucht nun ein Gutachten eines Restaurators.

Die Dorfplatz-Sanierung geht ab 25. September in die zweite Runde. Der Parkplatz bleibe während der Baumaßnahme für etwa fünf Wochen voll gesperrt, teilte die Ortsvorsteherin mit.

Die Pflanzengartenhütte soll im Rahmen eines Umweltaktionstages am 7. Oktober saniert werden. aba

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