Melchinger haben null Bauland mehr

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Waltraud Barth-Lafargue zeigt Flächen, die im Regionalplan als mögliches Baugebiet ausgewiesen sind, im Flächennutzungsplan der Stadt Burladingen jedoch nicht. Momentan hat Melchingen keine Ausdehnungsmöglichkeit mehr.  Foto: 

Der Flächennutzungsplan gibt nichts mehr her. Ihm zufolge hätte die Melchinger Neubaugebiete ihre Außengrenzen erreicht. Häuslebauer müssten innerorts nach privaten Grundstücken oder Altgebäuden Ausschau halten, die sie kaufen können, um darauf neu zu bauen.

Das hält nicht nur Ortsvorsteherin Waltraud Barth-Lafargue für dramatisch – zumal ihr momentan 35 Bauanfragen vorliegen. „Wir können absolut nichts anbieten, es gibt derzeit auch keine Wohnungen, die man bei uns mieten könnte.“ Und auch, dass Privatleute bebaubare oder wieder bebaubare Grundstücke feilbieten würden, ist der Dorfchefin nicht bekannt.

Bekannt ist Waltraud Barth-Lafargue aber, dass der Regionalplan, der dem Flächennutzungsplan übergeordnet ist, noch potentielles Bauland an den Melchinger Ortsrändern aufweist. Buchstäblich „weiße Flecken“ auf der Dorfkarte. Denn genauso sind die Stellen im Plan gekennzeichnet.

Es handelt sich um mehrere, wie viele genau, wurde in der leidenschaftlich geführten Ortschaftsrats-Diskussion am Mittwochabend nicht so ganz deutlich. Letztlich einigte man sich aber auf drei Flächen, die vom Regionalplan in den Flächennutzungsplan überführt werden sollen. Ein Verfahren, das realistischerweise mehr als drei Jahre dauern wird.

Es handelt sich um ein Gebiet oberhalb des Friedhofes, ein zweites hinter der „Lauchertquelle“ in Richtung Salmendingen und ein drittes findet sich in Verlängerung des bestehenden Baugebietes Heintal. Die Vergrößerung des Heintals ist allerdings nicht Barth-Lafargues bevorzugte Lösung, sie würde das Dorf lieber „abgerundet“ und kompakt statt gen Willmandingen in die Länge gezogen sehen.

Dem Antrag an die Stadtverwaltung, die Möglichkeiten zu prüfen und ein entsprechendes Verfahren auf den bürokratischen Weg zu bringen, stimmte das Melchinger Gremium geschlossen zu.

Wie im Laufe der Sitzung jedoch ebenfalls betont wurde, bedeutet das nicht, dass bei einem erfolgreichen Abschluss sogleich neue Bauplätze vorhanden sind. Nur ein Teil der Grundstücke der drei Gebiete befindet sich in der Hand der Stadt, über den Aufkauf der anderen müsste mit den Besitzern verhandelt werden. Dann erst könnte das Erschließungsverfahren beginnen.

Festhalle Soll anstelle der Linde, die vor der Melchinger Festhalle stand – sie musste im Zuge der Rathausplatzsanierung weichen – eine neuer Baum zu stehen kommen? Darüber stritten die Melchinger Ortschaftsräte am Mittwoch vehement. Und erfolglos. Schwerer noch als das Ob wog die Frage Wo? Am alten Platz kann der Nachfolger nicht stehen, denn direkt darunter verläuft eine Wasserleitung. Mit ein Grund, warum der Vorgänger weichen musste. Also weiter links, weiter rechts, vor, zurück? Ist er dann nicht der Maibaumrutsche im Weg? Ein Lageplan hätte Hilfe leisten können, aber der war ausgerechnet an dem Abend nicht zur Hand, weil nach Burladingen ins Zentralrathaus ausgeliehen. Um die Situation vor der Festhalle (gleich neben dem Rathaus) zu klären, vereinbarte man einen Orts­termin. Auch das war gar nicht so einfach. Zum Schluss kam man glücklich überein: Am Kirbesonntag, 9 Uhr, soll das Treffen stattfinden.

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