Lumpenkapelle Killer jetzt offizieller Verein

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    Der Vorstand um Konrad Gaiser (rechts). Foto: 
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    So kennt man die Lumpenkapelle Killer. In der Fasnet immer mittendrin. Neuerdings findet man sie auch im Vereinsregister. Foto: 
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Eine neue Lumpenkapelle ist in der Stadt – stimmt so nicht! Die Killermer Fasnetsmusiker gründeten isich bereits 1999, kurz nachdem der Narrenverein Schneidstuhlreiter aus dem Ei geschlüpft war. Den Status eines eingetragenen, gemeinnützigen Vereins besitzt die Truppe aber erst seit einigen Tagen. Warum man sich ins Register eintragen ließ? Konrad „Conny“ Gaiser, Vorsitzender des jungen Vereins, sagt, man sei auf diese Weise einfach rechtlich und organisatorisch besser gestellt. Beispielsweise musste man sich für das Lumpenkapellentreffen in Killer vor drei Jahren einen Patenverein suchen, der als offizieller Veranstalter auftrat. Jetzt könne man in eigener Regie schalten und walten.

Gaiser war von Anfang an dabei, er erinnert sich noch an den allerersten Auftritt der Truppe am 6. Januar 2000 bei einem Häsluften der Schneidstuhlreiter, unter deren Schirm man sich gegründet hatte. Und als deren Bestandteil man sich verstand. Acht Mann zählte die Kapelle bei ihren ersten Umzügen. Zu der Zeit, sagt Gaiser, absolvierte man noch bis zu drei Narrensprünge an einem Wochenende.

Im Jahr 2004 gab es Krach und man trennte sich von der eigenen Fasnetsgesellschaft. Viele Narren des Dorfes dürften schon gar nicht mehr wissen, worum es damals eigentlich ging, vermutet Gaiser. Inzwischen sei das Verhältnis wieder freundschaftlich.

An Einladungen, erzählt der Vorsitzende, habe es nie gemangelt, noch heute wäre es möglich an jedem Wochenende zwischen Dreikönig und der Fasnet mehrfach einen Umzug zu spielen. Doch habe man sich auf einen Auftritt pro Woche geeinigt. Den älteren Musikern werde der Umtrieb in dieser geballten Form schließlich doch zu viel, andererseits hält es Gaiser selbst nicht für gut, eine endlos lange Vorfasnet zu feiern. Da bestehe die Gefahr, dass bis zum „Schmotzigen“ die Luft „draußen“ sei. Deshalb sage man immer wieder Termine ab. Aber Einladungen gebe es, wie gesagt, mehr als genug – selbst wenn die Zahl der Fasnetskapellen in letzten Jahren stark zugenommen habe.

Momentan zählt die Killermer Gruppe 28 Mitglieder, Hannes Fitzke ist mit acht Jahren der jüngste Musiker, Karl Schuler mit 66 der älteste. Und es gibt weiterhin Bewerbungen, die in der Regel angenommen werden. Ein bis zwei Spielverrückte würden jedes Jahr bei ihnen anklopfen, meint der Vereinschef.

Um ihre Geburt als Verein zu feiern und um das Gebilde gleich einmal auf die Probe zu stellen, wollten die Lumpenmusiker an der kommenden Fasnet ein Treffen ausrichten. Jedoch planen bereits die Schneidstuhlreiter für 2018 zum ihrem 20-jährigen Jubiläum einen Nachtumzug. Da sei man selbstverständlich zurückgetreten, so Gaiser. Das Lumpentreffen soll 2019 stattfinden. Da kann man sich in der kommenden Saison noch einmal schön austoben – musikalisch, versteht sich. Mit Fasnetsschlagern, aber auch mit Rock- und Musicalhits. Das Repertoire der Killermer reicht von hier bis dort.

Vorstand Den Vorstand des neuen Vereins bilden Vorsitzender Konrad Gaiser und seine Stellvertreter Matthias Kohler und Uwe Locher. Schriftführerinnen sind  Vanessa Locher und Patrick Gaiser, die Kasse betreuen Elena Schuler und Ulrike Lotzer. Die Riege der Beisitzer setzt sich zusammen aus: Wenke und Joachim Kästle, Katja Winter, Resa Gaiser, Carmen Locher, Sakias Devids, Helmut Lorch und Gerd Schäfer. Kassenprüfer sind Josef Wahl und Bernd Oleczyn.

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