Abgebrannter Fideliskindergarten: Es geht nicht vorwärts

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  • Nichts rührt sich im Fideliskindergarten, Türen abgeschlossen, Eingänge verrammelt. Dabei könnte man umgehend mit dem Wiederaufbau beginnen. Verzögert wird der Start offenbar dadurch, dass das Burladinger Rathaus keine Entscheidung fällt, wie groß der Neubau - oder Wiederaufbau - werden soll. Zeit, die Sache abzuhandeln, war genug. 1/2
    Nichts rührt sich im Fideliskindergarten, Türen abgeschlossen, Eingänge verrammelt. Dabei könnte man umgehend mit dem Wiederaufbau beginnen. Verzögert wird der Start offenbar dadurch, dass das Burladinger Rathaus keine Entscheidung fällt, wie groß der Neubau - oder Wiederaufbau - werden soll. Zeit, die Sache abzuhandeln, war genug. Foto: 
  • Provisorien halten den Regen zurück. 2/2
    Provisorien halten den Regen zurück. Foto: 
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Der Wiederaufbau des im März abgebrannten Fideliskindergartens könnte beginnen. Doch der katholischen Verrechnungsstelle fehlt nach wie vor die Entscheidung der Stadt Burladingen, ob der Neubau wie bisher Platz für vier Gruppen bieten soll, oder ob man ihn um eine Gruppe vergrößert. Mit zu entscheiden hat die Stadt über die Zukunft des abgefackelten Kindergartens deshalb, weil sie über 80 Prozent der Betriebskosten trägt. Das würde auch im Falle der Baukosten gelten, aber hier springt die Versicherung ein.

Bedarf ist vorhanden

Der Bedarf für eine weitere Gruppe in der Kernstadt ist vorhanden. Während sich die Situation in den Kindertagesstätten der Ortsteile entspannt darstellt, wird es in Burladingen in kommenden Jahren eng.

Die weitere Gruppe muss also auf jeden Fall her. Entweder im Kindergarten Jahnstraße – an den man anbauen müsste, oder im Kindergarten St. Fidelis – der zum Großteil neu aufgebaut wird.

Als Hauptamtsleiter Schäfer dem Gemeinderat im Frühjahr die Notwendigkeit einer weiteren Gruppe darlegte, war eine Tendenz klar zu erkennen, das Gremium plädierte in Richtung des Fideliskindergartens. Für eine Vergrößerung spricht unter anderem, dass man für einen Anbau in der Jahnstraße Gelände zukaufen müsste, während die Kirche in der Fidelisstraße über den nötigen Grund und Boden verfügt.

Für eine Entscheidung war es damals zu früh. Entgegen der Erwartung stand der Punkt dann in der September-Sitzung des Gemeinderates nicht auf der Tagesordnung. CDU-Stadträtin Dörte Conradi monierte, seit das Thema erstmals angesprochen wurde, seien mehrere Monate vergangen. Die Zeit dränge. Daraufhin kam es doch noch zur Beratung. Jedoch hinter verschlossenen Türen. Der Grund, warum die Stadtverwaltung Nichtöffentlichkeit herstellte, ist nicht ersichtlich.

Iris Vojta von der katholischen Verrechnungsstelle wartet einen Monat später noch immer. Man stehe in den Startlöchern, sagte sie am Freitag gegenüber der HZ. Es werde notgedrungen in beide Richtungen geplant: ein Gebäude mit vier und eines mit fünf Gruppen, also ein Entwurf, der weiterverfolgt werden wird und einer für den Papierkorb.

In ihren Augen würde es sich anbieten, die der Stadt fehlende neue Gruppe im Fideliskindergarten unterzubringen. Wieder aufgebaut werden müsse das Haus sowieso, wobei die Arbeiten den Betrieb in keiner Weise stören, denn derzeit seien die rund 80 Fideliskinder ja im vormaligen Gauselfinger Kindergarten „Rasselbande“ und in einem Raum des Pfarrzentrums untergebracht.

Ob die Kindergartenfrage in der kommenden Sitzung des Burladinger Gemeinderates behandelt wird, ist nicht bekannt. Die Tagesordnung wurde bisher noch nicht verschickt.

Doch kündigte der Freie Wähler Alexander Schülzle gegenüber der HZ an, er werde die Sache zur Sprache bringen, sofern sie erneut nicht auf der Agenda stehe und Gefahr laufe, noch weiter verzögert zu werden. Er will dann zudem per Antrag eine Abstimmung erzwingen. Die kann aber freiich erst in der Sitzung darauf erfolgen.

Landgericht Während noch nicht fest steht, wann der Startschuss zum Wiederaufbau des Fideliskindergartens erfolgt, ist das Datum des nächsten Prozesstages, an dem der Kindergartenbrand verhandelt wird, bekannt. Der zweite Verhandlungstag am Landgericht Hechingen ist für 23. Oktober, 9 Uhr, festgesetzt. Anders als zuletzt im Gemeinderat wird in dem Fall öffentlich über den Kindergarten verhandelt.

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