In Killer: Zwang zum Verhandeln

Am Mittwochabend wollte Killers Ortsvorsteher Josef Pfister nur wählen, aber nicht diskutieren lassen. Jetzt führt aber kein Weg an Gesprächen vorbei.

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Missliche Lage in Killer: Ortsvorsteher Josef Pfister würde zwar gern weitermachen, ist im vom 5:5-Patt beherrschten Ortschaftsrat aber nicht mehrheitsfähig. Das machte die Opposition beim ersten Wahlgang am Mittwochabend deutlich (die HZ berichtete). Einen eigenen Kandidaten hat die "Liste für Killer" aber auch nicht, so dass es nicht einmal zu einer Stichwahl mit möglichem Losentscheid kommen kann.

Was nun? Fest steht: Der Gemeinderat, der am kommenden Donnerstag die Ortsvorsteher wählt, kann nicht von sich aus tätig werden und beispielsweise Josef Pfister, der Mitglied der Mehrheitsfraktion CDU ist, durchsetzen. Denn die Gemeindeordnung sagt klar: "Kommt kein Vorschlag an den Gemeinderat zustande, kann der Gemeinderat auch keinen Ortsvorsteher wählen. Es muss dann neu verhandelt werden."

Das soll in Killer auch geschehen - möglichst schon vor dem angekündigten zweiten Wahlgang in einer neuen Ortschaftsratssitzung am 1. Oktober. Denn ohne Gespräch werden sich die beiden Listen abermals unversöhnlich gegenübersitzen. Beide Seiten haben am Mittwochabend ihre grundsätzliche Bereitschaft zum Reden verkündet. Freilich ist nicht im Ansatz erkennbar, wie eine Lösung aussehen könnte.

Nur den weiteren Weg zeichnet die Gemeindeordnung vor: "Falls der Bewerber auch im zweiten Wahlgang die absolute Mehrheit verfehlt, gibt es keinen Vorschlag des Ortschaftsrats. Die Angelegenheit muss erneut auf die Tagesordnung des Ortschaftsrats gesetzt werden."

Und so weiter. Bis ein mehrheitsfähiger Kandidat gefunden ist, könnte Josef Pfister kommissarisch im Amt bleiben.

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