Hausen blutet ganz allmählich aus

Es ist bislang nur ein Vorschlag: die gemeindeeigene Fläche vor der Hausener Turnhalle in Bauland zu verwandeln. Bedarf wäre vorhanden.

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Seit Jahren werden in Hausen keine Einfamilienhäuser mehr gebaut, die Bauwilligen, man darf es so sagen, hauen ab, nach auswärts, wo sie entsprechende Angebote finden! Eine Chance, nicht nur neues, sondern vor allem attraktives Bauland zu erschließen, sieht Ortsvorsteher Erwin Staiger in dem freien Gelände unterhalb der Turnhalle und des Feuerwehrhauses, da wo sich momentan zwei Tore eines Fußball-Bolzfeldes erheben. "Die Fläche ist verhältnismäßig einfach zu erschließen", argumentiert der Ortsvorsteher. Sie gehöre der Gemeinde, sei flach, verfügt über Zugang zu Strom und Wasser, wäre auch einfach an die Ebinger Straße oder an den Binsenberg anzubinden. Zudem ist das Areal, anders als die Hanglagen in Hausen, von der Sonne verwöhnt. Für eine Erschließung also optimal. Zwischen vier und sechs Plätze wären, je nach Größe, drin.

Der Vorschlag Staigers steht, diskutiert werden soll er in der kommenden Sitzung des Ortschaftsrates am nächsten Dienstag. Kommt ein entsprechender Beschluss zustande, müssten Mittel für die Planung und die Erschließung beantragt werden. Hier kommt jedoch frühestens das Haushaltsjahr 2017 in Frage, die Mittel für 2016 sind bereits beantragt.

Abgesehen davon, dass es eine Mehrheit im Hausener Ortschaftsrat braucht, müssten natürlich auch die Stadtverwaltung und der Gemeinderat mitziehen. Worin der Ortsvorsteher ein kleines Problem sieht: Hausen hat eigentlich noch zwei Bauplätze vorrätig, und es gilt üblicherweise die Regel, solange eine Gemeinde noch Plätze besitzt, werden keine neuen erschlossen. Im Zuwarten sieht Erwin Staiger allerdings keinen Sinn. Die beiden Grundstücke seien "übrig geblieben", Ladenhüter schon seit Jahren, auch in Zukunft werde sie keiner haben wollen. So schreite das "Ausbluten" des Dorfes weiter fort. Staiger ist bereit, für die Sache zu kämpfen. Doch zunächst hat der Ortschaftsrat das Wort.

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