Geldautomat der Volksbank in Ringingen wird nach Aufbruchversuch nicht ersetzt

Nach dem missglückten Aufbruchsversuch wird der schwer beschädigte Geldautomat der Volksbank Hohenzollern in Ringingen nicht mehr ersetzt.

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  • Der Geldautomat in der vormaligen Volksbank wird nicht mehr ersetzt. Die Tage Ringingens als „Bankstandort“ sind damit endgültig gezählt. 1/3
    Der Geldautomat in der vormaligen Volksbank wird nicht mehr ersetzt. Die Tage Ringingens als „Bankstandort“ sind damit endgültig gezählt. Foto: 
  • Die Einbrecher versuchten auch, den Apparat mit Keilen auf zu bekommen. Sie hatten aber keinen Erfolg. 2/3
    Die Einbrecher versuchten auch, den Apparat mit Keilen auf zu bekommen. Sie hatten aber keinen Erfolg. Foto: 
  • Das Geld gab der schwer lädierte Apparat nicht preis. 3/3
    Das Geld gab der schwer lädierte Apparat nicht preis. Foto: 
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Unbekannte sind in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch in das vormalige Gebäude der Ringinger Volksbank im Neuen Weg eingebrochen und haben versucht, von innen den Geldautomaten zu knacken, der dort steht. Der Versuch, der mehrere Stunden in Anspruch genommen haben dürfte, missglückte, zurück blieb ein enormer Sachschaden an dem nicht mehr zu gebrauchenden Automaten. Ein Spezialfirma musste den Apparat dann – professionell – aufbrechen, damit man an das Geld herankam, das im Inneren weiterhin verwahrt war.

Wie die Geschäftsleitung der Volksbank Hohenzollern-Balingen jetzt bekannt gab, habe man beschlossen, den Automaten nicht mehr zu ersetzen. Grund seien, so sagte Bankvorstand Franz Steinhart gegenüber der HZ, die hohen Kosten für die Neuanschaffung und die dann notwendigen stärkeren – und ebenfalls teuren  – Sicherungseinrichtungen. Eine Neuinstallation sei „betriebswirtschaftlich nicht verantwortbar“. Steinhart erinnerte auch daran, dass erst im April in Hettingen ein anderer Geldautomat der Volksbank aufgebrochen worden war. Der Sachschaden betrug rund 23000 Euro, hinzu kommt das Bargeld, das die offenbar erfolgreicheren Einbrecher aus den Eingeweiden des Automaten erbeuteten.

Der Ringinger Geldapparat wurde 1994 installiert, die Geschichte Ringingens als Standort der Volksbank, Raiffeisen- oder Genossenschaftsbank reicht indessen viel weiter zurück. Sie beginnt im Jahr 1903, als die Spar- und Darlehensbank Ringingen gegründet wurde. Unter den 47 Gründungsmitgliedern befanden sich so honorige Männer wie Pfarrer Fridolin Westhauser, Bürgermeister Jakob Hipp sowie die Lehrer Reinhard Müller und Gustav Blickle.

Ein eigenes Genossenschaftsgebäude wurde 1938 im Ringinger Kappelweg errichtet. 1968 erfolgte eine Umfirmierung zur „Raiffeisenbank Ringingen“. Ihr neues Bank- und Lagergebäude errichteten die Genossen zu Beginn der 70er-Jahre im Neuen Weg neben der zur gleichen Zeit entstehenden Festhalle. Einweihung der Bank war am 27. Oktober 1973, das alte Lagerhaus wurde verkauft. 1975 fusionierte das bis dahin eigenständige Genossenschaftsunternehmen mit der Burladinger Bank und 1991 vereinigte man sich mit weiteren Banken des Altkreises zur Volksbank Hohenzollern. Im Juli 2015 vollzog sich schließlich die Elefantenhochzeit der Hohenzollern mit der Volksbank Balingen.

Schalterstunden gab es in der Ringinger Zweigstelle bis 2003. Zuvor hatte man dort noch lange Dünger, Saatgut und Gartengeräte, teils auch Arbeitskleidung wie Parkas, kaufen können. Die Volksbank Hohenzollern stieß das Gebäude vor rund neun Jahren ab, verkaufte es an einen Privaten. Der Bankautomat blieb als Untermieter.

Mit dem Einbruch endet die Geschichte des Bankenstandortes Ringingen, nachdem auch die Sparkasse Zollernalb erst ihren Schalter und zu Beginn diesen Jahres ihren Bankautomaten beim Rathaus geschlossen hatte. Die Ringinger schmerzt’s.

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