Für ausreichenden Ersatz ist noch zu sorgen

Fünf Lehrkräfte haben die Realschule Burladingen verlassen. Zusammen haben sie 87 Jahre an der Schule unterrichtet. Ersatz ist noch nicht gesichert.

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Vier der verabschiedeten Lehrkräfte auf einem Bild (von links): Heidrun Schubkegel, Martin Hecht, Dolores Meditz-Reik und Walter Bosch. Privatfoto

In einer Schulversammlung am letzten Schultag wurden die fünf Lehrer mit Geschenken verabschiedet, nachdem ihre Verdienste gewürdigt worden waren.

Ilena Kästle war in den vergangenen eineinhalb Jahren zur Ausbildung an der Realschule. Sie hat ihr Referendariat mit großem Erfolg beendet. Gerne, so hieß es, hätte man sie an behalten. Es war aber nicht möglich. Sie wird an einer anderen Schule ihren Dienst antreten.

Martin Hecht war drei Jahre als Realschullehrer tätig. Er hat die Fächer Mathematik, Sport und Technik unterrichtet. Hecht war sehr beliebt bei den Schülern und hat sich in der Organisation vieler Sportveranstaltungen verdient gemacht. Er hat im Frühjahr geheiratet, und es zog ihn wieder in seine Heimat nach Winnenden zurück.

Heidrun Schubkegel war 14 Jahre Lehrerin an der Realschule Burladingen. Sie unterrichtete Physik und Chemie und außerdem Mathematik, alles schwierige Fächer, die langsam zu Mangelfächern werden. Heidrun Schubkegel hatte, wie sie selber sagt, viel Freude am Beruf. Sie war mit Leib und Seele Lehrerin. Bei Projekten hat sie sich immer wieder sehr engagiert. Das Kollegium und die Schulleitung schätzten ihre bescheidene, ruhige und besonnene Art. Sie wechselt nun nach einem Altersteilzeitmodell in die Passivphase.

Walter Bosch war sage und schreibe 34 Jahre als Realschullehrer an der Schule tätig. Er hat fünf Rektoren und einige Bildungsplanreformen erlebt. Neben den Studienfächern Englisch und Erdkunde unterrichtete er auch Musik mit großer Freude, er war auch an die Hauptschule und nach Bisingen abgeordnet. Durch seine freundliche und hilfsbereite Art erzeugte er immer wieder eine fruchtbare Atmosphäre in der Klasse. Als Kollege war er sehr geschätzt, immer hilfsbereit, loyal und voller Humor. Mit einer Urkunde des Landes wurde er nun in den Ruhestand versetzt.

Dolores Meditz-Reik, eine überaus engagierte und geschätzte Kollegin, hat schon im Frühjahr die Schule verlassen. Sie ist wie Walter Bosch ein echtes Urgestein mit 34 Jahren an dieser Schule. Neben ihren Studienfächern Deutsch und Erdkunde hat sie gerne auch andere Fächer unterrichtet. Sie war immer für moderne Unterrichtsformen aufgeschlossen. Bei außerunterichtlichen und schulischen Veranstaltungen hat sie aktiv mitgearbeitet. Sie war stets gesprächsbereit und äußerte pädagogische Anliegen in Konferenzen und Arbeitsgruppen. Mit ihren Presseartikeln hat sie die gute Arbeit der Schule nach außen vermittelt.

Rektor Hermann Baisch wünschte den Versetzten alles Gute für den weiteren Berufsweg und den Ruheständlern Gesundheit und persönliches Wohlergehen.

Wie es im nächsten Schuljahr weitergehen wird, ist noch nicht ganz geklärt. Sicher ist, dass eine neue Kollegin im September ihren Dienst antreten wird. Eine weitere Kollegin kommt mit einem halben Auftrag aus der Elternzeit zurück. Es fehlt aber noch mindestens eine weitere Lehrkraft, um alle Stunden abdecken zu können. Hier ist das Schulamt am Zug.

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