Freundschaft, die Generationen übergreift

Den Pfadfindern wurde bescheinigt, generationenübergreifende Freundschaft nach Melchingen gebracht zu haben. Das Jubiläumsfest verdiente sich ebenso das Prädikat "toll" wie die vergangenen 40 Jahre.

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Große Enge herrschte in der Jurte, in der Pfarrer Konrad Bueb und Diakon Engelbert Hipp den Gottesdienst zum Pfadfinder-Jubiläum zelebrierten. Foto:AdelbertBarth  Foto: 

"Wann immer du eine Freude oder ein gelungenes Ereignis genießt oder erfolgreich eine Sache tust, danke Gott dafür": Dieses Leitwort von Robert Baden Powell stellten die Melchinger Pfadfinder über ihren Gottesdienst zum 40-jährigen Bestehen ihres Stammes. Beim Gottesdienst, den Pfarrer Konrad Bueb zusammen mit Diakon Engelbert Hipp zelebrierte, war die große Jurtenburg zu klein, um die vielen Besucher zu fassen. Auch befreundete Pfadfinder gesellten sich unter die Gäste, um den Melchingern Respekt und Anerkennung für die geleistete Arbeit zu zollen.

Pastoralreferentin Adelheid Bumiller spannte in ihrer Ansprache den Bogen von den Nomaden im alten Testament zu den Pfadfindern der Neuzeit. Der Zeltgottesdienst wurde vom Pfadichor musikalisch umrahmt.

Nach der Messe wurde in einem kleinen Festakt die Arbeit der Pfadfinder gewürdigt. Pfarrer Konrad Bueb gratulierte und überbrachte Segensgrüße. Der Vorsitzende des Bezirks Hohenzollern, Christoph Abt aus Pfullendorf, bedankte sich für das große Engagement, das die Melchinger als der größte Stamm im Bezirk leisten. Ortsvorsteherin Waltraud Barth-Lafargue sagte, Zusammenhalt und Flexibilität zeichneten die Pfadis aus. "Es war die richtige Entscheidung, euch das Schlachthaus zu überlassen", stellte sie fest. "Ihr macht seit 40 Jahren attraktive Jugendarbeit und seid die Zukunft der Gemeinde."

Als festen Bestandteil der Vereinsgemeinschaft würdigte der Vorsitzende der Vereinigten Vereine, Adelbert Barth, die Pfadfinder und überreichte ihnen eine Tafel mit dem Melchinger Wappen.

"Wir sind noch zu jung, um die Geschichte der Pfadis aufzurollen", sagte Lisa Mayer vom Stammesvorstand. Deshalb habe man die ehemaligen Stammeschefs und Leiter gebeten, dies zu tun. Und diese taten es gerne. Aufgeteilt in vier Generationen, ließen diese die Erfolgsgeschichte nochmal aufleben.

Die Gründergeneration erzählte am Beispiel einer Leiterrunde, mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatte. Tenor war: "Schaffet mir des? - Wisset mir it! - Aber des wud guat!" Die zweite Generation, die "der großen Wanderstiefel", erfreute sich dank eines eigenen VW-Busses großer Mobilität und zeigte sich stolz darauf, den Stamm weitergeführt zu haben.

Die komplette Laufbahn vom Wölfling bis zum Leiter hatte die dritte Generation "Wertungsfreie Spiele" durchlaufen. bei ihnen hieß es: "Lasst die Mädchen auf die Bäume rauf. und die Jungs räumen die Küche auf." Sie konnten auch von wertungsfreien Pfingstspielen berichten und freuten sich darüber, dass der damalige Pfarrer Thum immer bei ihnen in der Leiterrunde und auf den Sommerlagern dabei war. Den Abschluss machte die Generation "Komfort", die statt Rucksack mit Trolli auf Lager geht und im Whats App eine Elterngruppe eingerichtet hat.

Helmut Viesel, der die Generationen moderierte, stellte fest, daas die Pfadfinder eine generationenübergreifende Freundschaft und Offenheit ins Dorf gebracht haben.

Die Freude und das Engagement und die ursprüngliche Begeisterung hätten alle Generationen gemeinsam, sagte Meinrad Hirlinger. Er wünschte den jetzigen Leitern viel Kraft und Energie, um die Pfadfindergeschichte fortzuschreiben. Sein Appell lautete: "Bleibt jung und mutig und lasst euch nicht von vernünftigen Erwachsenen belehren."

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