Es gibt weiterhin lediglich Vermutungen

Offiziell ist weiterhin unklar, warum ein Teil des Fehlawassers verschwunden ist. Klar ist nur der ideelle Schaden, der den Fischern entstand.

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Zwei Tage dauerte es, die toten Fische zu entsorgen.  Foto: 

Was es mit dem geheimen Verschwinden des Fehlawassers zwischen Gauselfingen und Burladingen auf sich hat, das wusste Gerhard Kanz, Vorsitzender der Sportfischergemeinschaft Gauselfingen, gestern weiterhin nicht zu sagen. Doch auch beim Wirtschaftswasseramt weiß man keine offizielle Antwort, warum das Wasser zwischen Kläranlage und Wasserwerk plötzlich weg war - und rund 300 Fische verendeten (die HZ berichtete). Kanz hegt Vermutungen, aber aussprechen will er sie nicht. Das sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht angebracht oder möglich, zumal man ihm seitens der Stadt in Aussicht gestellt habe, die Sache vollständig aufzuklären.

Eines weiß Kanz aber genau: es tut weh, so viele verendete Fische entsorgen zu müssen. Tröstlich war hingegen, dass man viele Schuppentiere, die sich in Gumpen zurückgezogen hatten, noch retten konnte.

Zwei Tage lang, so der Sprecher der Fischergemeinschaft habe man, was noch schwamm, in den Teil der Fehla getragen, der zu Wochenbeginn noch Wasser führte. Zwei Vereinsmitglieder hätten ihm dabei geholfen, erzählt Kanz. "Wir alle mussten in unseren Betrieben Urlaub nehmen. Nach Feierabend kann man das ja nicht machen, da ist's um die Jahreszeit schon beinahe Nacht." Dass er die Hilfe erhielt, baut ihn moralisch auf. Denn der Schmerz sei schon groß gewesen, als man die Katastrophe erblickte.

Da ging es auch gar nicht um Geld; was wichtiger war, war die viele Zeit und Mühe, die man über Jahre investiert habe. Denn die Fische, die in dem Teil der Fehla schwimmen, welche die Gauselfinger Sportfischergemeinschaft als Patentschaft betreibt, sind nicht etwa gekauft und eingesetzt. Die Tiere sind Kreaturen der von ihnen renaturieren Fehla. Aus dem Grund, so Kanz, werde man jetzt auch zwei, drei Jahre auf das Angeln verzichten, damit der Nachwuchs ungestört heranwachsen kann. Ob die Stadt, als Besitzer des Gewässers, der Gemeinschaft in irgendeiner Weise unter die Arme greift oder die Männer für ihre Arbeit der vergangenen Tage entschädigt, ist noch unklar. Ein schönes Zeichen wäre es jedoch, findet Kanz.

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