Ein Gebäude fliegt nach Melchingen

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  • Sven und Michael Kanz (r.) drehen mal wieder ein irres Ding. Die Melchinger Luxusautohändler haben einen neuen Verkaufsraum erworben. Nun wird ein Konvoi von Schwertransportern das futuristische Gebäude unter Polizeibegleitung kommende Woche in Einzelteilen von Sigmaringen auf die Alb karren. Das SWR-Fernsehen hat sich bereits angekündigt. Und alles, weil ein Sigmaringer Bauunternehmer Wolfgang Grupps Mercedes kaufen wollte. 1/2
    Sven und Michael Kanz (r.) drehen mal wieder ein irres Ding. Die Melchinger Luxusautohändler haben einen neuen Verkaufsraum erworben. Nun wird ein Konvoi von Schwertransportern das futuristische Gebäude unter Polizeibegleitung kommende Woche in Einzelteilen von Sigmaringen auf die Alb karren. Das SWR-Fernsehen hat sich bereits angekündigt. Und alles, weil ein Sigmaringer Bauunternehmer Wolfgang Grupps Mercedes kaufen wollte. Foto: 
  • Die Erdarbeiten sind im Gange, bald soll sich vor den Toren Melchingens ein futuristischer Bau erheben.  2/2
    Die Erdarbeiten sind im Gange, bald soll sich vor den Toren Melchingens ein futuristischer Bau erheben. Foto: 
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Auf dem Gelände des Autohauses Kanz im Melchinger Gewerbegebiet, wo man Fahrzeuge der etwas teureren Art kaufen kann, tut sich die Tage was. Bagger sind aufgezogen, Aushub wird lastwagenweise weggekarrt.

Die Antwort auf die Frage, was da vor sich geht, nimmt sich simpel aus: „Hier entsteht ein neuer Verkaufsraum“ und sie wäre auch kaum eine allzu lange Meldung wert. Aber bei Sven und Michael Kanz ist selten etwas simpel, sondern fast alles immer ein bisschen außergewöhnlich. Deshalb sind bei ihren Aktionen oft Kamerateams um die Wege. So auch hier. Das renommierte SWR-Fernsehen hat seinen Besuch angekündigt, wenn..., ja wenn die beiden Luxusautohändler in der nächsten Woche ein Gebäude fliegen lassen.

Der neue Verkaufsraum, der vor den Toren Melchingens errichtet werden soll, steht bereits. Allerdings in der Nähe von Sigmaringen. Es handelt sich um ein architektonisches Einzelstück, um einen Referenzbau, der von mehreren Firmen geplant und gebaut wurde. Er ist 30 Meter lang, über vier Meter hoch, besteht aus Glas Stahl und Holz. „Es erinnert an ein Ufo“, schmunzelt Michael Kanz. „Irgendwie spacig!“ Und weil die Halle so futuristisch anmutet, wollen die beiden Luxusautohändler dort später auch Hybridautos und E-Mobile präsentierten. „Das wird unser Showroom der Zukunft.“

Arbeiter werden die Halle komplett abbauen und auf vier Schwertransporter verladen. Mit im Gefolge fährt ein Kran, der die Einzelteile nach der Ankunft auf der Alb wieder zusammenbaut, vorneweg rollen zwei Polizeifahrzeuge und am Schluss des Zuges wachen Sven und Michael Kanz darüber, dass nichts verloren geht. Die Genehmigungen für die Fahrt liegen bereits vor, es steht aber noch nicht fest, ob der Konvoi in zwei Etappen fahren muss oder ob er in einem Zug durchrutschen darf. Durchrutschen? Im Schneckentempo dürfte der Tross mehrere Stunden unterwegs sein.

Wie kommt man an so ein Gebäude? Michael Kanz erklärt: Die Halle, die nie benutzt wurde und nur dazu diente, architektonische Finesse und Kreativität auszustrahlen, gehörte dem Bauunternehmer Klaus Pfister. Der Sigmaringer wollte bei ihnen ein Auto erwerben, so Kanz. Nämlich einen Mercedes der S-Klasse, der vormals dem Trigema-Geschäftsführer Wolfgang Gruppe gehörte und den sie  zum Verkauf anboten. So sei man ins Gespräch gekommen. Stellt sich die letzte Frage: Warum „fliegt“ die Halle, wenn sie doch eigentlich in Einelteilen fährt? Das sei Fachjargon, sagt Michael Kanz: Abbau, Schwertransport und unmittelbarer Wiederaufbau – das nennen Fachleute „Fliegendes Gebäude“.

Verkehrssicherheit Es bedurfte zahlreicher Genehmigungen, damit der Konvoi kommende Woche auf die Straße darf. Zudem musste die Erlaubnis sämtlicher Rathäuser auf der Wegstrecke erfragt werden. 

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