Die Faszination der Alpenpässe

Alpenpässe - sie überwinden das, was unüberwindlich scheint, ermöglichen Austausch von Waren, Menschen und Kultur. So faszinierend findet Berthold Steinhilber sie, dass er einen Bildband darüber schuf.

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  • Schier unglaubliche Bauleistung - der Splügen-Pass in der Schweiz. Fotos: Berthold Steinhilber 1/4
    Schier unglaubliche Bauleistung - der Splügen-Pass in der Schweiz. Fotos: Berthold Steinhilber Foto: 
  • Berthold Steinhilber portraitierte für sein neues Buch 77 Alpenpässe. 2/4
    Berthold Steinhilber portraitierte für sein neues Buch 77 Alpenpässe. Foto: 
  • Pass Monte More in der Schweiz. 3/4
    Pass Monte More in der Schweiz. Foto: 
  • Talblick am Colle de Nivolet in Italien. 4/4
    Talblick am Colle de Nivolet in Italien. Foto: 
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Berthold Steinhilber, 47 Jahre, gebürtiger Burladinger, fotogafiert seit vielen Jahren für Magazine wie Geo und Stern. Er wurde schon mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet. Bekannt-, nein: Berühmtheit erlangten etwa seine Aufnahmen südwestamerikanischer Geisterstädte oder die Impressionen verfallener Burgen und Schlössser in England.

Steinhilber fotografiert vornehmlich Landschaften und historische Gebäude, leblose oder tote Dinge, in denen Menschen ihre Spuren hinterlassen haben. Das, sagt der ProfiFotograf, der heute in Stuttgart lebt, sei das Besondere, teils Schwierige: eben diese Spuren sichtbar zu machen, das Abgebildete zum Sprechen zu bringen.

In den Alpen hielt er sich vor ein paar Jahren wegen einer Auftragsarbeit auf - als ihn plötzlich die Faszination der Pässe packte. Es sind, sagt er, Wege von einem Kulturkreis in einen anderen, erst sie ermöglichten Steinzeitmenschen, später Kelten, Germanen oder Römern den Austausch von Sprache und Waren. Sie dienten dem Handel und oft genug dem Krieg, so etwa dem Heerführer Hanibal, der mit seinen Elephanten die Überquerung meisterte. Einige der Pfade hätten an Bedeutung verloren, von einigen seien nur noch Reste übrig. Viele würden heute ganz anderen Zwecken dienen als zu früherer Zeit, hauptsächlich touristischen.

Steinhilber hat versucht, die große Geschichte und die vielen kleinen Geschichten von insgesamt 77 Alpenpässen in seinem neuen Band abzubilden. Es ist ihm gelungen, wie ein Blick in das Buch sofort beweist.

Daneben verfolgt er weitere Projekte, darunter die Dokumentation von Passionsspielen und Passionsspiel-Darstellern. 2008 hatte er damit in Tschechien begonnen, inzwischen sind 25 Jesus-Schauspieler abgelichtet und interviewt. Eines Tages, so hoffen Steinhilbers Fans inständig, wird auch daraus ein Buch entstehen.

Info "Passbilder - Landschaften der Alpenpässe" ist im Frederking & Thaler Verlag erschienen. Es kostet im Handel 49,99 Euro, ist aber mit Widmung zum selben Preis auch Berthold Steinhilber selbst zu haben. Weitere Infos unter: www.bertholdsteinhilber@com.

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