Der Umzug rückt langsam näher

Der Gauselfinger Kindergarten zieht ins vormalige Schulhaus um. Aber weshalb eigentlich? Das erläuterte Kindergartenleiterin Angelika Menzer-Klaiber in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates.

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Umzug des Gauselfinger Kindergartens von der Sigmaringer Straße in die vormalige Grundschule: Ortsvorsteher Rudi Kanz teilte seinem Ortschaftsrat in der jüngsten Sitzung mit, dass die Handwerker nächste Woche mit den Umbauarbeiten in der Schule beginnen. Am 1. Januar kommenden Jahres soll der Betrieb am neuen Ort beginnen.

Manchen Bürgern ist es unverständlich, warum der Kindergarten seinen jetzigen Standort nicht behält. Um hier Klarheit zu schaffen, stellte Kindergartenleiterin Angelika Menzer-Klaiber das neue Konzept vor. Wobei sie betonte, dass bis zur endgültigen Umsetzung einige Zeit vergehen werde. Man könne nur in kleinen Schritten vorgehen.

Langfristig geplant ist eine Familienbetreuung, die sich ausschließlich mit Beratungen befasst. Den Eltern sollen auf keinen Fall Vorschriften für die Erziehung ihrer Kinder gemacht werden, so Menzer-Klaiber. Thema dieser Beratungen können Hilfe bei der Sprachförderung sein oder Unterstützung bei der Pflege.

Weiterhin ist an die Einführung eines Forums gedacht. Hier könnten sich Eltern oder Ortschaftsräte bei der Kindergartenleitung informieren, oder auch Verbesserungen vorschlagen. Auch an die Einführung eines Elterncafés ist gedacht, in dem für Eltern die Möglichkeit besteht, sich untereinander auszutauschen. Weiter will man eine Ganztagsbetreuung verwirklichen. Dies ist allerdings in allernächster Zeit noch nicht machbar. Wegen der zu geringenen Jahrgangszahlen werden die Mittel nicht zur Verfügung gestellt. Derzeit besuchen 14 kleine Leute den Kindergarten. Langfristig, so die Leiterin, sei es möglich, dass auch Kinder aus Nachbargemeinden nach Gauselfingen kommen. Dies sei allerdings nur in kleinen Etappen möglich. Auch machte sie deutlich, dieses Angebot richte sich nur an Familien, auf die das spezielle neue Profil des Gauselfinger Kindergartens passt. Man trete damit nicht in Konkurrenz zu anderen Einrichtungen, die andere Schwerpunkte bieten. Unausgesprochen schwingt auch der Gedanke mit, dass die Kinderzahl durch Zuweisung von Flüchtlingen steigt.

Vor dem Hintergrund des Konzeptes erscheint das neue Domizil in der Grundschule ideal. Bei genügend Kindern wären im Zuge der Ganztagsbetreuung auch die Räumlichkeiten für einen Schlafraum vorhanden. Der bisherige Standort hingegen bietet etwa für ein ständiges Elterncafé keinen Platz. Die Büro-, Sozial- und Verwaltungsräume sind ohnedies zu klein. Beziehungsweise gar nicht vorhanden.

Ortsvorsteher Rudi Kanz hoffte nun, dass mittels der öffentlichen Vorstellung des Konzeptes klar geworden sei, warum sich der Umzug in die vormalige Grundschule anbietet, ja notwendig wird. Das Konzept, auch das hatte die Leiterin erläutert, könne vielleicht auch beitragen, neue Familien in Gauselfingen anzusiedeln, weil Eltern bei ihrer Wohnortwahl heute stark auf den Faktor Kinderbetreuung achten. Ortsvorsteher Rudi Kanz teilte zu diesem Punkt abschließend noch mit, die Januarsitzung des Ortschaftsrates werde im neuen Kindergarten stattfinden.

Im Anschluss tauchte die Frage nach der Zukunft des derzeitigen Kindergartens auf. Die Stadt veranschlagt für das Gebäude einen Wert von 150 000 Euro. Viel zu viel, wie ein Ortschaftsrat meinte. "Absolut aus der Luft gegriffen." Hierzu erklärte Ortsvorsteher Kanz, ein unabhängiger Gutachterausschuss habe die Schätzung vorgenommen. Demnach belaufe sich der Gesamtwert für das Gebäude plus das nebenliegende Grundstück auf 250 000 Euro. Um den Erwerb zu erleichtern, habe der Ausschuss vorgeschlagen, das Gebäude für sich und zu einem Wert von 150 000 Euro anzubieten. Die Frage, ob seitens der Stadt noch Verhandlungsspielraum bestehe, wollte Kanz zu dem Zeitpunkt nicht beantworten. Eventuelle Kaufabsichten für einen Einkaufsladen haben sich zerschlagen. Nun, so Kanz, denke man daran, das Gebäude zu vermieten. Interessenten gebe es aber noch nicht.

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