Der Blick vom Gipfel entschädigt für alle Strapazen

32 junge und ältere Melchinger Wanderfreunde des Albvereins durchstreiften vier Tage lang einige der schönsten Gegenden Südtirols.

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Melchinger Wanderer zwischen Apfelhainen und hohen Gipfeln. Südtirol ist eben ein kleines Paradies. Privatbild

Nach geglückter Anfahrt stieg die erste Gruppe in Töll aus und folgte von hier dem Algunder Walweg, der sich durch Apfelhaine und Weinberge zieht. An Dorf Tirol, Schloss Thurnstein und Schloss Tirol vorbei, von einem Regenschauer nur leicht aufgehalten, ging es hinunter nach Gratsch, wo sich das Hotel der Melchinger befand.

Die zweite Gruppe fuhr mit dem Bus nach Algund und mit dem Lift hinauf zur Leiteralm. Nach kurzem Anstieg erreichte sie den Hans-Frieden-Weg, der teilweise mit Ketten und Seilen gesichert ist. Von dort genoss man einen wundervollen Ausblick auf Meran, das Vinschgau und die umliegenden Bergketten. Immer steil bergab erreichten auch diese Wanderer schließlich das Hotel. Ein geselliger Abend rundete den langen Tag ab.

Unangenehme Überraschung am nächsten Morgen: Durch den Regen vom Vortag hatten sich die Gipfel in dicke Wolken gehüllt, was eine Hochgebirgstour sinnlos machte. Aus diesem Grund beschloss man, die zweite Tour am Kalterer See gemeinsam zu unternehmen.

Also ging es mit dem Bus nach Kaltern, im Teilort St. Anton nahm ein Teil der Gruppe die Standseilbahn zur Mittelstation, während der Rest die 500 Höhenmeter hinauf zum Kalterer Höhenweg in Angriff nahm. Oben angekommen trafen sich die beiden Gruppen wieder und es ging bei schönem Wetter einen Forstweg weiter aufwärts zum Ziegelstadel zur Mittagsrast. Von hier an ging es abwärts nach Altenburg, wo eine Aussichtsterrasse abermals einen unverstellten Blick über den See bot.

Am Morgen des dritten Tages bescherte Petrus einen traumhaft blauen Himmel. Nach dem Frühstück fuhr man nach Saltaus. Von hier aus wanderte eine Gruppe nach Meran und Gratsch. Der Rest nahm die Kabinenbahn hinauf nach Klammeben, wo die Senioren einen zünftigen Frühschoppen auf der Hirzer Hütte einlegten.

Elf Berggesellen machten sich schließlich auf, um den Hirzer zu erstürmen. Auf der Hirzerscharte (2700 Meter) trennte sich die Gruppe, fünf Unentwegte starteten hinauf zum Gipfel, der in greifbarer Nähe liegt, aber nicht ohne leichte Kletterei zu erreichen ist. Aber die atemberaubende Aussicht ließ alle Strapazen vergessen. Der letzte Tag begann mit der Fahrt nach Glurns. Der Ort beeindruckt durch seine intakte Stadtbefestigung mit den Wehrtürmen, zahlreichen Ausstellungen, der Mühle der Laubengasse und weiteren Sehenswürdigkeiten - bevor es dann zurück ging.

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