Das kann richtig teuer werden

Auf die Ringinger Narrhalla kommen womöglich hohe Kosten zu. Vor Jahren wurde der Narrenstall mit offiziellem Wissen erweitert. Was fehlt ist ein Dokument. Es nachzuliefern kostet viel Geld.

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Narrhalla und Narrasoma starten ins neue Geschäftsjahr. Foto: Matthias Badura

In Narrenkreisen wusste man es schon länger, bei der jüngsten Hauptversammlung gab Vorsitzender Martin Pfister die Nachricht nun auch öffentlich bekannt: In jüngerer Zeit wurde der Verein aufgefordert, ein Baugesuch und die Statik für seinen vor rund zehn Jahren vergrößerten Narrenstall nachzureichen. Schon das allein kostet viel Geld. Richtig teuer wird die Angelegenheit dadurch, dass die damals eingehaltenen Normen und Vorschriften nicht mehr gelten, sondern man sich an den heute gültigen zu orientieren hat. Das bedeutet jedoch: Teile des neuwertigen Obergeschosses müssten mit hohen Kostenaufwand ausgetauscht werden, so etwa die komplette Decke. Das jedoch könnte die Narrhalla weit über den Rand ihrer finanziellen Leistungskraft hinaus transportieren.

Das Ärgerliche: Die Narren haben damals nicht "schwarz" gebaut, Alt-Narrenvater Johann Dietrich erinnerte daran, der Ortsvorsteher wie auch der Ortschaftsrat, der Chef des Bauhofes, die Stadtverwaltung und nicht zuletzt der Gemeinderat, der eine Holzspende bewilligte, seien in das Vorhaben eingebunden - oder zumindest unterrichtet - gewesen. Alle Gewerke wurden fachmännisch und nach Rücksprache ausgeführt. Und nun das! Ratlosigkeit im Saal. "Zunageln", meinte ein Teil der Stimmen. Indes gab sich Martin Pfister zuversichtlich, durch Verhandlungen und mit Hilfe von dritter Seite, einen Teil der Kosten abwenden zu können.

Im vorangegangen Teil der Versammlung hatte Schriftführerin Nicole Boß von sechs auswärtige Umzügen der Ringinger Narrengesellschaft berichtet. Weiter habe man die Dorffasnet organisiert und im Sommer ein viertes Linsenfest gefeiert. Auch bei der Garde, so die Schriftführerin sei, "viel gelaufen". Kassiererin Dorothee Baur vermeldete einen Gewinn in der Jahresbilanz. Dass sie sich dabei nicht verrechnet hatte, bezeugte Johann Pfister, der die Kasse geprüft hatte.

Die Entlastung, die Ortsvorsteher Dieter Arnold in die Wege leitete, verlief ebenso unspektakulär wie die anschließende Wahl. Martin Pfister bleibt auf Weiteres Vorsitzender, Stefan Rach sein Stellvertreter. Dorothee Baur gab das Amt der Schatzmeisterin ab. An ihre Stelle trat Rafael Gfrörer. Einen Wechsel gab es auch beim Amt der Schriftführerin, Carolin Kraus übernahm die Aufgabe von Nicole Boss. Beisitzer bleiben auf Wunsch der Versammlung Susanne Pfister, Tizian Pfister, Alexandra Rach, Andreas Wahl, Andre Pfister und Nico Schober.

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