Das geht unter die Haut

Ein mitreißendes Konzert mit unterschiedlichen Gospels und einigen Überraschungen gab der Burladinger Gospelchor "inSpirit" am Sonntagabend in der Georgskirche zu seinem zehnjährigen Bestehen.

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Der Burladinger Gospelchor "inSpirit" gab ein mitreißendes und schwungvolles Jubiläumskonzert. Foto: Vera Bender

"Come and listen to me", sangen die Chormitglieder, als sie in die Burladinger Georgskirche einzogen. Chorleiter Anton Roggenstein saß bereits am Keyboard und spielte die Melodie. Kaum hatten sich die Sängerinnen und Sänger auf der Bühne formiert, summten sie nur noch, und Reinhard Will ergriff das Mikrofon, um das Publikum zu begrüßen.

Es war nämlich ein ganz besonderes Konzert. Schließlich feierte "inSpirit" bereits mit einem Festgottesdienst am Samstagabend sein Zehnjähriges. "Wer hätte das gedacht?", sagte Will. Dass der Gospelchor keine zehn Jahre überleben würde, kann allerdings nur jemand angenommen haben, der noch nie eines der schwungvollen Konzerte miterlebt hat. "Wir sind lebendiger denn je", verkündete Reinhard Will selbstbewusst. Den Worten ließ der Chor Taten folgen.

Die Sängerinnen und Sänger zeigten, wie facettenreich Gospels sind. Doch ob leise und andächtig oder schwungvoll und laut - immer spielen Emotionen mit. Diese legten die Chormitglieder nicht nur in ihre Stimme. Sie wiegten ihre Körper im Takt, klatschten, setzten gestenreich die Liedtexte um.

Noch dazu sanen sie alle 13 Songs vollkommen ohne Notenblätter. Stets begleitete Anton Roggenstein seinen Chor am Keyboard, sang auch mal selbst Teile mit oder vor, wobei der Chor quasi mit ihm gesanglich korrespondierte. Es war eine Wonne, zuzuhören und zuzusehen.

Bei "Love can build a Bridge" glänzte Andrea Hindenberg als Solistin. Man konnte ihrem Sängerkameraden nur zustimmen, als dieser später meine, sie habe "mit ihrer Engelsstimme" alle verzaubert. Es war nicht der einzige Höhepunkt des Abends, aber doch ein ganz besonderer. Als Überraschungsgast wurde Michael Binder begrüßt, der von 2004 bis 2010 den Gospelchor geleitet hatte. Er dirigierte den Chor bei "Ancient of Days", einem Song, der unter die Haut ging. Der zweite Überraschungsgast musste leider absagen. Stefanie Wunder, die den Chor vor zehn Jahren gegründet hatte, konnte beim Jubiläumskonzert nicht mit dabei sein.

"Ein schwieriger Anfang, aber wir schaffen das", war am 22. April 2002 bei der ersten Probe in der Chronik niedergeschrieben worden. Sie hatten es geschafft. Davon konnte sich auch Pfarrer Konrad Bueb überzeugen, der dem Konzert beiwohnte. Er hörte den Lobpreis Gottes in Form von Gospeln. "My Soul loves Jesus", "My God can do anything", "Since I gave the Lord my Love" oder "Youve got a Friend", bei dem Michaela Hauser als Solistin auftrat, lobten Gott in den wahrlich schönsten Tönen. Und "inSpirit" setzte ein deutschsprachiges Loblied obendrauf: "Groß ist unser Gott".

Für den perfekten Rhythmus und Sound sorgte neben Chorleiter Roggenstein der Sigmaringer Martin Schidlo am Cajón. Auf großes Equipment, auf Programmblätter sowie auf einen beheizten Kirchenraum habe man verzichtet, sagte Will schon zu Beginn augenzwinkernd - man gebe quasi ein "klimaneutrales Konzert", schließlich laden Gospels zum Mitklatschen und Mitmachen ein. Still sitzen bleiben konnte tatsächlich niemand.

Und nachdem der Chor mit "Tausendmal du", einem Song der "Münchener Freiheit", überrascht hatte, dirigierte Roggenstein das Publikum, das selbst noch bekannte Gospels singen durfte.

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